Stinkreich aber bettelarm

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16. November 2018, 18:03 Uhr

Da ist dieser Obdachloser, berichtete mir vor einigen Jahren meine Freundin aus ihrer Heimatstadt, den viele in der Stadt kennen. Man erzählt sich, dass er eigentlich viel Geld auf dem Konto hat, aber irgendein Schicksalsschlag hatte ihn getroffen, der ihn aus der Bahn warf. Seitdem lebt er so – und ist stadtbekannt als reicher Bettler!

Als ich diese wahre Geschichte hörte, staunte ich nicht schlecht. Sachen gibt’s. Sicherlich ist diese Geschichte eine Ausnahme. Oder doch nicht? Denn ich denke an die Christen in Deutschland. Sie alle sind im übertragenen Sinne eigentlich stinkreich, und viele leben doch mit einer Art Bettlermentalität dahin. Was meine ich damit?

1987 wurde der gesunkene Raddampfer SS Central America gefunden, mit 21 Tonnen Gold an Bord! Die Unesco schätzt, dass drei Millionen Schiffe auf dem Grund des Meeres liegen und mindestens 3000 unermessliche Reichtümer geladen haben. Man höre und staune: Experten zufolge liegen Schätze im Wert von mehr als 600 Milliarden Dollar auf dem Meeresgrund.

Was ist ein Schatz? Ich würde sagen, ein Schatz ist das, was andere auch haben wollen. Ein Schatz ist außerdem viel mehr, als nur das Nötigste zum Leben! Ein Schatz schafft neue Möglichkeiten zum Leben. Er bereitet dem Finder extreme Freude. Nicht selten ruft er auch manche Neider hervor, die die Rechtmäßigkeit des Gefundenen anzweifeln. Im Neuen Testament der Bibel heißt es, dass in Jesus Christus „alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen“ (Kolosserbrief Kap. 2, Vers 3). Alle Schätze – das klingt nach sehr viel! Übertragen wir doch einmal unser Verständnis von Schatz auf das, was wir also durch Jesus zugesagt bekommen... Ach, kann doch gar nicht sein, meldet sich da vielleicht diese innere Stimme. Das sagt aber nur der, der noch keinen Schatz gefunden hat.

Vielleicht haben wir wirklich oft keine Ahnung mehr von dem, was Christsein ausmacht. Denn die ersten Christen haben oft alles aufgegeben, weil sie einen „Schatz“ gefunden hatten. Viele wurden sogar wegen ihres Glaubens an Jesus hingerichtet. Auch heute läuft fernab von uns eine der größten Christenverfolgungen aller Zeiten. Wie ist das möglich? Weil Menschen heute noch entdecken, welche Schätze sie in Jesus ihr Eigen nennen dürfen. Dies verteidigen manche sogar mit ihrem Leben!

Ich sag mal so: Man weiß, ob man einen Schatz gefunden hat, nicht wahr? Und Sie, sind Sie schon reich in Christus? „Wer suchet, der findet“ heißt es in der Bibel in Bezug auf diesen Gott. Gutes Gelingen beim Finden, und viel Glück auch, beim nächsten Badeurlaub.

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