Stimmungsvolles Turnier mit spannenden Spielen

Routinier Marcus Steinwarth kann gar nicht so recht fassen, dass Strand 08 gegen Weiche Felnsburg selbst in Unterzahl trifft.
Routinier Marcus Steinwarth kann gar nicht so recht fassen, dass Strand 08 gegen Weiche Felnsburg selbst in Unterzahl trifft.

shz.de von
06. Januar 2019, 19:34 Uhr

Das Hallen-Masters in der Kieler Sparkassen-Arena war das erhoffte Fußball-Spektakel für alle Beteiligten. Frank Salomon, Trainer des siegreichen NTSV Strand 08, sagte auf der Pressekonferenz: „Respekt vor dieser großartigen Veranstaltung, die ganz wichtig für den Amateurfußball in Schleswig-Holstein ist. Es war ein Erlebnis, das vielen Spielern für immer im Gedächtnis bleiben wird.

Im Vorfeld gab es kritische Stimmen, die sich nicht an den veranstaltenden Schleswig-Holsteinischen-Fußballverband richteten, sondern an die aufgrund der Spielklasse qualifizierten Mannschaften von Holstein Kiel und VfB Lübeck. Obwohl das Turnier extra eine Woche vorverlegt worden war, um die Vorbereitung auf die Zweitliga- und Regionalligasaison nicht zu stören, schickten die Aushängeclubs des Landes nur die zweiten Mannschaften. Beide Teams schieden ohne Sieg bereits in der Vorrunde aus.

Stimmungsvoll war es in der Halle trotzdem. Die Eröffnungsshow war mitreißend und als Susan Albers und Band das Schleswig-Holstein-Lied sangen, sah man in den Gesichtern der Spieler eine Mischung aus Anspannung und Vorfreude. Der scheidende SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer eröffnete mit DFB-Präsident Reinhard Grindel das größte Hallenturnier in Deutschland.

Die Mannschaften lieferten sich einen harten Kampf. Es war zu spüren, dass sich jeder in der Halle beweisen wollte. Insgesamt blieb es aber fair. Die Fouls hielten sich in Grenzen, nach dem Spiel zwischen Weiche Flensburg und dem VfB Lübeck gab es eine kurze Rudelbildung, doch die Gemüter beruhigten sich schnell wieder. Die Fans sorgten für gute Stimmung. Der Heider SV hatte gleich 1000 Anhänger mit nach Kiel gebracht, die lauthals „Nur der HSV“ in der Arena anstimmten. In ein gelb-blaues Fahnen-Meer verwandelten die knapp 800 mitgereisten Todesfelder Anhänger ihre Fankurve. „Das Zuschauerinteresse war auch in Timmendorf groß. Wir hatten nur 100 Karten geordert, die waren ganz schnell weg. Wir hätten doppelt so viele absetzen können“, sagte Salomon. Insgesamt waren es spannende und hochklassige Spiele. Während Strand 08 das Halbfinale gegen Bordesholm klar gewann, kam es im zweiten Semifinale zu einem Fußballkrimi. Weiche Flensburg glich gegen Todesfelde erst 14 Sekunden vor Ende zum 2:2 aus und setzte sich anschließend im Neunmeterschießen durch. Das Endspiel gewann Strand 08 verdient. „Die beste Mannschaft hat das Turnier gewonnen“, erkannte Weiche-Trainer Daniel Jurgeleit an. Und auch Hans-Ludwig Meyer war zufrieden: „Das war eine tolle Werbung für den Amateurfußball.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen