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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 19:10 Uhr

Stillstand: Auch Berufsschule betroffen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nicht nur der Verein Erlebnis Natur (Erna) ist betroffen von den zeitlich verzögerten Abläufen, sondern auch die Kreisberufsschule. In einem bisher einmaligen Mikroprojekt in Eutin „Jugend stärken im Quartier“ wollten junge Menschen mit Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in einen Beruf am Erlebnishaus von der Planung bis hin zum Ausführen einzelner Gewerke mitwirken. Die Kreisberufsschule warb dafür extra Fördermittel der EU an. Projektstart soll in diesem September – passend zum eigentlich geplanten Baubeginn – sein. „Anfangs werden wir noch theoretische Dinge vorziehen, können uns mit dem Thema erneuerbare Energien beschäftigen, das geht alles in der kalten Periode“, sagt Werner Sach, Erna-Vereinsvorsitzender.

Warum dauert es bei der Stadt denn nun so lange? Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt erklärte auf Nachfrage: „Wir sind mitten im Genehmigungsverfahren – zuerst mussten ja entsprechende Verträge der Akteure untereinander geschlossen werden. Unmittelbar danach haben wir den entsprechenden Planungsprozess gestartet – die zeitlichen Abläufe sind entsprechend.“ Den Hinweis, die Vereine Erna und Tierschutz hätten sich nur schwerlich mit den vertraglichen Regelungen anfreunden können und deshalb das Verfahren in die Länge gezogen, hatte auch schon Bürgermeister Carsten Behnk dem Verein Erna gegeben. Doch Werner Sach widerspricht: „Wir hatten nur bei zwei Punkten etwas anzumerken: Die Pacht sollte das vierfache kosten, weil es nun Bauland war, doch die Vereine selbst haben durch Engagement für die Aufwertung der Fläche gesorgt. Dafür können wir doch nicht doppelt zahlen.“ Und beide Vereine hätten sich dagegen ausgesprochen, dass der Nutzungsvertrag durch die Stadt ohne Angaben von Gründen jederzeit gekündigt werden könne – ohne Entschädigung der Gebäude. Sach: „Aber dann wären beide Vereine sofort handlungsunfähig.“ Und die Unstimmigkeiten, die Behnk noch im Brief im Mai für Verzögerungen anführe, seien bereits in der Hauptausschusssitzung im März geklärt gewesen, betont Sach.


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erstellt am 22.Jul.2017 | 00:23 Uhr

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