Stiftung wird neu aufgestellt

Kabinett beschließt Gesetzentwurf / 1. Lesung im Juli

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19. Juni 2014, 15:31 Uhr

Jetzt ist der Landtag am Zug: Noch im Juli soll das Parlament an der Förde erstmals über ein neues Gesetz für die Stiftung Schloss Eutin beraten. Das kündigte Kultur-Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer im Gespräch mit dem OHA an.

Nach seinen Angaben hat die Landesregierung am Montag den entsprechenden Gesetzentwurf gebilligt. Mit der Reform sollen Entscheidungswege in der Stiftung verkürzt und so ihre Attraktivität für Besucher erhöht werden. Vorgesehen ist dazu eine neue Struktur fürs operative Geschäft der Stiftung: Das soll künftig ein hauptamtlicher Vorstand lenken. Ihm zur Seite gestellt wird ein Stiftungsrat, dem abwechselnd ein Vertreter des Landes und ein Vertreter der Herzogsfamilie von Oldenburg vorstehen werden. Der Stiftungsrat soll auch das Recht erhalten, über eine möglich Auflösung der Stiftung zu befinden.

Die beiden Vertreter von Land und Herzogsfamilie sind bisher gleichberechtigt tätige Vorstandsmitglieder der Stiftung, deren Geschäftsführung seit 1999 der Leiterin des Schlossmuseums, Dr. Juliane Moser, übertragen war. Über ihre abrupte Entlassung informierte Schmidt-Elsaeßer am Mittwochabend in knapper Form die Aufsichtskräfte und Mitarbeiter im Schloss sowie eine Mitgliederversammlung des Fördervereins.

Bis zur Bestellung eines hauptamtlichen Vorstandes, für die der Landtag erst die gesetzliche Basis schaffen muss, soll Matthias Bönsel, der Ideengeber für die Neuausrichtung der Angebote im Schloss, die Stiftungsarbeit in Eutin leiten. „Wir schauen uns das genau an“, wollte Schmidt-Elsaeßer darin noch keine Vorentscheidung für die Stellenbesetzung sehen. Zugleich zeigte er sich zufrieden mit dem Saisonstart im Schloss.

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