Plön : Stellenplan mit Namen im Internet

Eine Seite des von der Stadt mit den Namen der Beschäftigten veröffentlichten Stellenplans. Der OHA hat die Namen unkenntlich gemacht.
Eine Seite des von der Stadt mit den Namen der Beschäftigten veröffentlichten Stellenplans. Der OHA hat die Namen unkenntlich gemacht.

Die Stadt Plön stellt den Stellenplan mit den Namen der Mitarbeiter und ihre Eingruppierungen öffentlich auf die stadteigene Homepage.

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11. April 2016, 12:55 Uhr

Vauxpas bei der Stadt Plön. Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichung einer Ausschusssitzung ist der komplette Stellenplan der Stadt Plön mit den Namen der Stelleninhaber veröffentlicht worden. Das ist ungewöhnlich, denn sonst geht die Stadt Plön sehr sensibel mit personenbezogenen Daten um. Kollidierte die Stadt mit dem Bundesdatenschutzgesetz? Stadtsprecher Frank Neufeind sieht in dem „Irrtum“ keine Probleme.

Es passierte bei der Einladung für den städtischen Hauptausschuss am Montag, 18. April, um 18.30 Uhr im Rathaus. Dabei soll es auch um den Stellenplan gehen, der Bestandteil des städtischen Haushaltes ist. Es wird mehr Personal zur Betreuung der Flüchtlinge sowie im Fachbereich Finanzen und interner Service benötigt. Veränderungen bei Gehalt und Besoldung gibt es in den Bereichen Bürgerservice sowie Bauen, Liegenschaften und Schulverband. Legt man beide Pläne nebeneinander, erkennt man schnell, wer welches Gehalt/welche Besoldung, wer finanziell aufgestockt oder reduziert werden soll.

„Es handelte sich bei dem veröffentlichten Stellenplan um ein Arbeitspapier, das versehentlich ins Internet eingestellt wurde“, sagte Frank Neufeind gestern auf OHA-Anfrage. Grundsätzlich sei ein Stellenplan stets öffentlich, da er auch Bestandteil des öffentlichen Haushaltsplans einer jeden Gemeinde sei. Allerdings ohne Nennung der Namen. Und weiter: „Wir haben die Verwaltungsvorlage mit dem öffentlichen Stellenplan zunächst aus dem Internet genommen und stellen eine überarbeitete Version in Kürze ins Netz.“ Der Irrtum sei zwar unschön, aber auch nicht weiter bedenklich, da die Informationen ohnehin für jedermann öffentlich zugänglich seien oder beschafft werden könnten. Neufeind: „Diese Zuordnung ist auch möglich, indem man im Rathaus die mit vollen Zu- und Nachnamen versehenen Schilder an den jeweiligen Büros mit dem Stellenplan abgleicht.“

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