zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 23:48 Uhr

Stellenabbau bei der Polizei steht in Frage

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Flüchtlinge“ sorgen für viel Arbeit / Polizeidirektion will neues Lehrsaalgebäude

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2015 | 16:07 Uhr

Die ankommenden Flüchtlinge sind zur Hauptaufgabe der Landespolizei geworden: an Bahnhöfen für ihre Sicherheit sorgen, genug Unterbringungsmöglichkeiten schaffen, die Transporte zwischen den Herbergen auf Zeit organisieren. „Die Landespolizei steht vor einer enormen Herausforderung, fühlt sich der Aufgabe aber gewachsen und macht das hochprofessionell“, sagte SPD-Landtagsabgeordnete Regina Poersch gestern beim Besuch der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PD  AFB) auf Hubertushöhe.

Vor dem Hintergrund der derzeit wachsenden Aufgaben könne es nicht sinnvoll sein, am geplanten Stellenabbau bei der Polizei festzuhalten. Dieser Meinung war auch der finanzpolitische Sprecher der SPD, Lars Winter: „Die Entscheidungen für die Schuldenbremse wurden vor fünf Jahren getroffen. Daran kann man nicht mit Krampf bei der aktuellen Lage festhalten.“

Neben dem Stellenbedarf rückte auch die Hubertushöhe selbst in den Mittelpunkt der Gespräche. PDAFB-Leiter Jürgen Funk verdeutlichte die eigenen Kapazitätsgrenzen: „In diesem Jahr haben wir 260 Auszubildende eingestellt, davon sind 165 in Eutin, 2016 werden wir 290 einstellen und für 2019 sind 330 Neueinstellungen geplant. Zeitgleich sind derzeit rund 600 Azubis hier, das wird bald richtig eng.“ Renovierungen der Unterkunftsgebäude aus den 50er Jahren laufen seit drei Jahren, neue Probleme am Speisesaal erforderten ebenfalls schnelles Handeln (wir berichteten).

Zusätzliche Platznot verursacht die teilweise Verlagerung von Fortbildungen nach Hubertushöhe, weil die alte Landespolizeischule Kiebitzhörn für Flüchtlinge geräumt wurde. Bei der Erörterung dieses Problems kam eine alte Idee wieder auf, die dieses Mal auf sehr offene Ohren bei den Landtagsabgeordneten zu stoßen schien. „Wir könnten uns vorstellen, Kiebitzhörn zugunsten der Flüchtlinge als Fortbildungsstandort aufzugeben und würden uns stattdessen über ein neues Lehrsaalgebäude direkt bei uns am Standort freuen“, sagte Funk. Seite 3

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen