Steiniger Weg zur papierlosen Verwaltung

shz.de von
05. Juli 2018, 13:53 Uhr

Bildschirme statt Papierstapel: Gemeindevertreter und Ausschussmitglieder könnten die Vorlagen der Verwaltung künftig in elektronischer Form erhalten. Ob und wie dieses Szenario umgesetzt werden kann, soll eine Arbeitsgruppe aus allen Fraktionen beraten, die der Hauptausschuss auf Antrag der SPD-Fraktion eingesetzt hat.

SPD-Fraktionschef Bernhard Kardell schlug vor, bis zum 30. September ein Konzept zu erarbeiten und zum Anfang 2019 mit der digitalen Arbeit zu starten. Es gab jedoch Zweifel daran, ob dieser Zeitplan realistisch ist. Der neue Fachbereichsleiter Dirk Schmidt erklärte, es sei unklar, ob die technische Ausstattung der Sitzungsräume ausreichend sei, um digital zu arbeiten. Außerdem wies er darauf hin, dass derzeit im Rathaus keine Fachkräfte vorhanden seien, die ein solches Projekt betreuen könnten. In die gleiche Kerbe schlug FDP-Fraktionschef Wilfred Knop: „Wir sind in der Gemeinde nicht auf das Thema vorbereitet.“ Das bedeute, es müsse auch darüber geredet werden, jemanden dafür einzustellen.

Andernorts ist man weiter. In Eutin arbeiteten die Stadtvertreter bereits mit digitalen Vorlagen, berichtete Schmidt. Und der Kreis Ostholstein mache sich gerade auf dem Weg dahin, erklärte Knop, der auch dem Kreistag angehört. In Malente war das Projekt in der vergangenen Wahhlperiode zurückgestellt worden, erinnerte der Ausschussvorsitzende Uwe Potz (CDU). Mancher Gemeindevertreter habe damals lieber mit Papier arbeiten wollen, außerdem sei eine Umsetzung an schlechten Internetverbindungen gescheitert.

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