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Plön : Steinig, aber erfolgreich: Umgestaltung des Schlossgartens

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rund um das Schloss hat sich eine Menge getan.

von
erstellt am 28.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Es war ein steiniger Weg, Denkmalschutz und Schulsport bei der Umgestaltung des Schlossgartens in Einklang zu bekommen, doch er hat sich gelohnt: Bei der gestrigen Vorstellung war man sich einig, dass das neu erstellte Stadion und der 1840 entstandene, denkmalgeschützten Landschaftsgarten eine gestalterische Einheit bilden.

„Das Ergebnis ist hervorragend“, zeigte sich Wolfgang Illert, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) aus Bonn, von den während der Sommerferien geleisteten Arbeiten begeistert. Zugleich lobte er das konstruktive Zusammenwirken aller Beteiligten, um die Interessen der Stiftung, des Kreises, der Stadt und des Vereinssports zusammenzuführen.

„Gewonnen haben alle“, sagte Landrätin Stephanie Ladwig, die die Umsetzung als eine vierfache Win-win-Situation bezeichnete. Die Zielrichtung, das in die Jahre gekommene Stadion aus den 1930er Jahren in die Umgestaltung des Schlossgartens zu integrieren, sei ungewöhnlich. Umso mehr dankte Ladwig der Stiftung Denkmalschutz für das Entgegenkommen, um den Sport als Teil des Lehrplans zu erhalten. Vertraglich sei der Schulsport bis zum Jahr 2036 gesichert.

„Es war eine Herausforderung, den Sport und den Denkmalschutz zusammenzubekommen“, betonte Bürgermeister Jens Paustian. Hauptinteresse der Stadt sei es gewesen, die Anlage für den Vereinssport zu erhalten. Ulf Demmin, Vorsitzender vom TSV Plön, erklärte, der Tag sei „irgendwie wie Geburtstag“.

„Das Stadion war immer ein Fremdkörper“, betonte Landschaftsarchitekt Holger Muhs aus Schönberg. Bereits 1995 sei das erste Mal über eine Sanierung gesprochen worden, die nun abgeschlossen werden konnte. Im Einzelnen wurden im Schlossgarten 1200 Quadratmeter alter Wegebestand zu Rasenflächen umgewandelt, 1000 Meter Betonbordsteine als Wegerandbegrenzung verlegt, 1200 Quadratmeter Wege in landschaftlichem Stil neu gebaut, 730 Meter Wegerandeinfassung als Stahlkante eingebaut und fünf neue Sitzbänke aufgestellt. Die Sichtachsen, die im Laufe der Jahrhunderte verlorengegangen waren, wurden wieder hergestellt. Die Kosten in Höhe von rund 140 000 Euro trug die Stiftung Denkmalschutz.

Die Maßnahmen im Stadion-Bereich übernahmen der Kreis Plön mit rund 200 000 Euro und die Stadt Plön mit 58 000 Euro. Hiervon wurden die Hochsprung- und Kugelstoßanlagen, eine Rundum-Aschebahn, Holztribüne und ein Kunststoff-Kleinspielfeld zurückgebaut. Neu entstanden eine Sprint- und Weitsprunganlage mit grünem Kunststoffbelag. Grün wird auch ein 420 Meter langer Zaun, der in den kommenden Wochen das Stadion abgrenzen soll. Das Umkleidegebäude mit öffentlichen sanitären Anlagen wird im kommenden Jahr saniert.

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