Malente : Stegsanierung wird Geduldsprobe

Neu im Vorstand der Kurparkfreunde oder im Amt bestätigt: (von links) Hans-Jürgen Glüsing, Julia Freese, Frieder Lüthge und Michaele von Korff. Foto: Schröder
Neu im Vorstand der Kurparkfreunde oder im Amt bestätigt: (von links) Hans-Jürgen Glüsing, Julia Freese, Frieder Lüthge und Michaele von Korff. Foto: Schröder

Die Vereine haben zwar schon 30 Prozent der Bausumme von rund 230 000 Euro zusammen, aber es fehlt ihnen an Fördergeldern.

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11. März 2011, 12:19 Uhr

Die von den Freunden des Kurparks und dem Heimat- und Verschönerungsverein angestrebte Erneuerung der Steganlage im Kurpark lässt auf sich warten. "Das ist eine mühsame Geschichte. Wir befinden uns da in einem Wechselbad der Gefühle zwischen Hoffnung und Enttäuschung", erklärte die Vorsitzende der Freunde des Kurparks, Julia Freese, bei der Jahresversammlung des Vereins.

Hans-Jürgen Erichsen, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins, erläuterte den Sachstand: "Wir arbeiten ein Jahr daran und sind eigentlich keinen Schritt weiter gekommen." Es hätten sich bislang keine Fördermittelgeber gefunden. Zwar hätten die Vereine fast 30 Prozent der notwendigen Bausumme von rund 230 000 Euro beisammen, doch sie bekämen nichts dazu. Man habe sich mittlerweile an zwölf Adressaten gewandt, doch bislang lediglich zwei Absagen erhalten. Die beachtliche Höhe der Bausumme erklärte Erichsen auch mit der angestrebten Lebensdauer der Steganlage. Diese solle 30 Jahre halten.

Die Gemeinde kann derzeit noch nicht einmal den Abriss der maroden Reste der alten Steganlage finanzieren, wie Bürgermeister Michael Koch auf Nachfrage erklärte. Die Gemeinde habe dafür schlicht kein Geld. Das gilt nach wie vor auch für den Steg-Neubau, bei dem die Gemeinde als Eigentümer des Kurparks aber trotzdem im Boot ist. Daher komme man nicht aus der öffentlichen Ausschreibepflicht heraus, betonte Koch eindringlich. Angesichts der knappen finanziellen Mittel habe man auch schon über den Bau von Teilabschnitten nachgedacht. Dies dürfe aber nicht zu einer Steigerung der Gesamtkosten führen.

"Wir hatten eigentlich vor, schon in diesem Jahr auf dem Steg spazieren zu gehen", hatte Julia Freese bedauert. Positiver dürfte sie die Ergebnisse der Vorstandswahlen empfunden haben. Nicht nur, dass sie einstimmig im Amt bestätigt wurde, es fand sich auch eine Nachfolgeregelung für die ausscheidende Gisela Steuber, bislang stellvertretende Vorsitzende. Ihr folgte Michaele von Korff, auf den dadurch frei werdenden Posten des Schriftwarts rückte Frieder Lüthge, der sich spontan für dieses Amt zur Verfügung stellte. Im Amt bestätigt wurde Kassenwart Hans-Jürgen Glüsing, als Beisitzerin wählten die anwesenden 26 von 64 Mitgliedern Anne-Ilse Schott, die das Amt von Hans Jagszent übernimmt.

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