Startschuss für Interreg

Knapp 300 Konferenzteilnehmern stellten sich Susanne Koch, Leiterin Verwaltungsbehörde, und Trine Spohr, Leiterin des Interreg-Sekretariats, vor.
Knapp 300 Konferenzteilnehmern stellten sich Susanne Koch, Leiterin Verwaltungsbehörde, und Trine Spohr, Leiterin des Interreg-Sekretariats, vor.

Neue deutsch-dänische Förderkulisse ist wirksam

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03. Dezember 2014, 13:27 Uhr

Der Startschuss für das neue deutsch-dänische Förderprogramm der Europäischen Union (EU), Interreg Ostsee, ist Dienstag erfolgt. Knapp 300 Teilnehmer kamen zu einer Kick-off-Konferenz. Die war vom Interreg-Sekretariat im dänischen Krusa und der Verwaltungsbehörde in Kiel, die bei der Investitionsbank angesiedelt ist, organisiert worden.

Die Konferenz mit dem Titel „Information, Inspiration und Networking“ sollte über die Fördermöglichkeiten informieren und zu Projekten in der neuen Förderkulisse motivieren. Neu ist, dass auch Privatunternehmen an Projekten teilnehmen können.

Interreg Deutschland-Danmark wird mit 90 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung über 100 deutsch-dänische Projekte fördern. Diese Projekte sollen zu mehr Wachstum und Beschäftigung in der Grenzregion beitragen. Elf deutsche und dänische Partner stehen hinter dem Programm, darunter fünf Kreise und vier Städte in Schleswig-Holstein.

Die Konferenzteilnehmer bildeten eine Mischung aus erfahrenen und neuen Projektakteuren, darunter Politiker, Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Bildung und Kultur. Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa des Landes, betonte zur Eröffnung der Konferenz, dass weder die dänischen Regionen, noch Schleswig-Holstein alleine groß genug seien, um in der Konkurrenz europäischer Wirtschaftsregionen mitzuhalten. „Deswegen muss unsere Zusammenarbeit jetzt weiter intensiviert werden. Mit dem größeren Interreg-Programm haben wir ein Instrument, grenzüberschreitend strategische Schwerpunkte zu organisieren: etwa bei den erneuerbare Energien, bei Life Science, bei Kultur- und Kreativwirtschaft oder bei der Hochschulkooperation“, so Spoorendonk.

Für Jens Stenbæk, Regionsratsvorsitzender der Region Sjælland, war die Auftaktkonferenz Beleg für ehrliches Interesse an der deutsch-dänischen Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit werde mit einer festen Fehmarnbelt-Querung noch gestärkt. „Der Fehmarnbelt-Bau wird ganz Dänemark und Norddeutschland zu Gute kommen. Jetzt ist die Zeit, um die vielen neuen Wachstums- und Innovationspotentiale zu nutzen, die Fehmarnbelt ermöglicht.“

Das Interreg-Programm sei ein guter Rahmen für die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern über Grenzen, Sektoren und Leistungen hinweg. Enge Zusammenarbeit sei wichtig, um nachhaltiges Wachstum und dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen.

Der Vorsitzende der Region Syddanmark, Carl Holst, sprach von einem erkennbaren Willen, gemeinsame effektvolle Projekte zu entwickeln. „Es macht Sinn, dass wir in der Grenzregion eng zusammenarbeiten. Denn nur durch Zusammenarbeit können wir unsere Vielfalt in konkrete und ergebnisreiche Projekte umsetzen.“ Er erwarte große strategische und wirkungsvolle Projekte mit sichtbaren Ergebnissen, zumal auch private Unternehmen teilnehmen könnten.

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