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Eutin : Startschuss für die Stadtsanierung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Heute beginnen die Bauarbeiten in der Peterstraße. Seit Sonnabend wird die Vogtkate zu einem außerschulischen Lernort und Begegnungszentrum umgebaut.

Mit zwei großen, ehrgeizigen Projekten setzt Eutin die Reihe der Baumaßnahmen fort. Start für die Sanierung der Peterstraße ist am heutigen Montag. Das Vogthaus an den Torhäusern wird zum außerschulischen Lernort. Mit einem „Tag der Städtebauförderung“ am Sonnabend gab die Stadt den Auftakt mit Informationen, Kinderbaustelle, Baustellenmaskottchen „Baubär Eu“ und einer Ausstellungseröffnung im Rathaus mit Werken der Urban Sketcher.

Reichlich Informationen rund um die drei Bauabschnitte in der Peterstraße gibt die Stadtentwicklungszeitung, die zwei Mal im Jahr erscheint und am Morgen an der Infobox am Bahnhof verteilt wurde. Die Box mit Informationen zur Stadtentwicklung wurde von der Peterstraße dorthin versetzt und ist montags bis freitags von 8 bis 16 geöffnet. „Im Rathaus kann sich anmelden, wer einen kostenfreien Vortrag zur Stadtentwicklung wünscht“, erläuterte Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt. Bauamtsleiter Bernd Rubelt, der am Sonnabend seinen letzten Arbeitstag in Eutin hatte, beantwortete Fragen von Bürgern. So mancher gab seinen Kommentar zur Seeparkgestaltung und zur städtebaulichen Sanierung ab oder wollte wissen, wann denn die Stadtbucht bepflanzt werde. Antwort: Mit Beeten und Bäumen geht es noch im Mai los.

Auf dem Markt vor dem Rathaus buddelten die Lütten derweil um die Wette auf einer Kinderbaustelle. Dort gab Ulrike Plötz von den Urban Sketchers einen Malkursus für die Jüngsten. Motiv waren unter anderem Pylone (Bauhütchen) und Baubär Eu. Mittags luden die Urban Sketcher zur Vernissage ins Rathaus ein. Bis 23. Juni zeigen acht Maler nach Themen sortierte Impressionen von der Landesgartenschau (LGS). Sie wollen auch die Stadtsanierung zeichnerisch begleiten.

Nahe der Opernscheune am Schlossgarten fanden sich am Nachmittag Eutiner ein, um in der Stunde Null des „Haus der Stiftungen“, dem Vogthaus, dabei zu sein und sich das historische Fachwerkgebäude von innen anzuschauen. Mit dem Zerschneiden einer Girlande markierten Jörg Schumacher (Geschäftsführer Sparkassenstiftung Ostholstein), Bernd Rubelt, Kerstin Stein-Schmidt und Landschaftsökologin Stefanie Hoenig den Start des Umbaus. Rund 520  000 Euro, zu gleichen Teilen finanziert von Bund, Land und Stadt, wird die Verwandlung kosten. Die Vogtkate soll der Bürgerstiftung Eutin, der Sparkassenstiftung Ostholstein und der Sparkassenstiftung Eutiner Landesbibliothek als außerschulischer Lernort für Kitas und Schulen sowie als Begegnungszentrum dienen und im Juni 2018 fertig sein. Bis dahin stelle die Stiftung Schloss Eutin der Sparkassenstiftung das Neuholländerhaus am Küchengarten zur Verfügung, erklärte Schumacher. Das Hexenhäuschen aus den LGS-Kulturgärten erhält wie auch Spielgeräte, Kletterstämme und Grillstelle einen dauerhaften Platz auf dem Grundstück an der Vogtkate. Eine Küche werde in der Scheune daneben eingerichtet. Die Leitung der Kinderkurse nach dem Motto „Mit Kopf, Herz und Hand“ hat Stefanie Hoenig (30). Ihr oblag während der LGS die Umsetzung des Programms „plietsch grün“. „Altes Wissen darf nicht verlorengehen, das Projekt lebt von allem, was hier in Eutin so besonders ist, bewahren Sie sich den Mut, es umzusetzen“, sagte Bernd Rubelt. Für ihn sei das Projekt Vogthaus ein Beleg, dass es sich lohne, hartnäckig zu bleiben.

Mit direktem Bezug zum Küchengarten ist vorgesehen, Kindern mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung die Themen Natur, Umwelt, Gesundheit und Ernährung mit regionalem und saisonalem Gemüse- und Obstanbau nahezubringen. Eigenes Gärtnern, Ernten und Zubereiten eingeschlossen. Zusammen mit einer geplanten Jugendherberge auf dem historischen Bauhofareal soll sich langfristig ein Bildungs- und Kulturstandort etablieren, der für Kinder- und Erwachsenen-Gruppen attraktiv ist.

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