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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 21:21 Uhr

Starke zweite Runde

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Volker Sieber wird nach mäßigem Start bei den Hallen-Meisterschaften im Bogenschießen 13.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2016 | 17:09 Uhr

Nur 16 Starter befanden sich aus dem Bereich des Norddeutschen Schützenbundes unter den insgesamt 551 Bogenschützen bei der Deutschen Meisterschaft in der Halle. Die Schleswig-Holsteiner erreichten zweimal Bronze durch die Juniorin Jaqueline Hansen vom SV Jerrishoe mit dem Recurvebogen und Michael Lehmann als Compound-Altersschütze vom SV Rethwisch Bogen.

An der Medaille vorbei schrammte das Compoundteam des Berliner SC mit Lokalmatador Sebastian Hamdorf, Gunnar Schoepke und Marc Leuschner. Nur drei Ringe fehlten zu Bronze.

Michael Lehmann vom SV Rethwisch freute sich über 577 Ringe und seine erste nationale Medaille. Stefan Dost vom SV Göhl mit 574 Zählern belegte den vierten Platz: „Ich wäre schon froh gewesen, im oberen Drittel zu landen, dieser Rang ist für mich eine Überraschung.“ Die Anspannung sei gerade zu Beginn sehr hoch gewesen. Eine ziemlich frühe Sieben habe ihm vielleicht einen Treppchenplatz verdorben. Dann aber lief es. Dost: „Von 60 Pfeilen auf 18 Meter Distanz habe ich 36 in die Zehn geschossen, die so groß ist wie ein Zehn-Cent-Stück. Das war ein tolles Gefühl.“

Der 66-jährige Volker Sieber vom Griebeler SV, war vor einem Jahr Vizemeister in der Seniorenklasse (66 bis 99) geworden, jetzt ging er bei den Jüngeren in der neuen Altersklasse (50 bis 65) an die Startlinie. „In der ersten Runde hätte es besser als mit 272 Ringen laufen müssen. Danach habe ich 280 geschossen, zusammen also 552.“ Sieber schloss damit auf Platz 13 unter 52 Startern ab. Neunter wurde sein Weggefährte von diversen Meisterschaften, der Norderstedter Frank Sobirey schaffte 557. Volker Sieber: „Ich wollte gern unter die besten zehn Altersschützen kommen. Auf die Außensaison und die Distanz von 60 Metern freue ich mich sehr, die Entfernung 50 bei den Senioren reizt mich nicht.“ Der Berliner SC als Organisator mit Spartenleiter Sebastian Hamdorf an der Spitze erhielt viel Lob für die Veranstaltung. Landesbogentrainer Markus Wolf, selbst Aktiver, fasste die Stimmen, darunter der Bogensportleiter des DSB, Klaus Lindau, zusammen: „Die Gastgeber haben Großes geleistet, das war eine mustergültige Meisterschaft.“ Begeistert war auch NDSB-Bogenreferent Willi Neuhaus. Sebastian Hamdorf, Spartenleiter des Berliner SC, haderte mit sich selbst als Bogensportler, immerhin galt er als Medaillenanwärter. „Ich habe mit persönlicher Bestleistung als Zweiter der Qualifikation mit 589 Ringen zunächst alles getan, bin dann aber im Finale früh ausgeschieden. Rang vier mit der Mannschaft ist in Ordnung“, sagte Hamdorf.

Während der Veranstaltung brandete Beifall über eine Meldung von der Hallen-Weltmeisterschaft in Ankara auf. Die Nationalmannschaft mit Florian Kahllund aus Fockbek, Florian Floto aus Braunschweig und Carlo Schmitz aus Duisburg gewann im Finale mit 5:4 den Titel, Lisa Unruh im Einzel Gold. Das ist der bislang größte Erfolg in der Geschichte des deutschen Bogenschießens.

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