Starke Bündnisse

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19. November 2013, 00:34 Uhr

Die sportlichen Regeln sind im Prinzip so einfach: Wer sich mit Anstand auf Sportplätzen und in Sporthallen bewegt, macht alles richtig. Und doch gibt es immer wieder böse Verstöße gegen das Fair Play. Gewalt, Respektlosigkeit und Intoleranz sind ernst zu nehmende Gegner. Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat vor sechs Jahren vieles richtig gemacht, als er das Projekt „Schleswig-Holstein kickt fair“ aus der Taufe gehoben hat. Denn die vielen ehrenamtlichen Vereinsfunktionäre, Trainer und Betreuer brauchen professionelle Hilfen, um den Sport und seine Werte zu schützen.

Der Fußballverband hat mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz einen Partner ins Boot geholt, der weiß, wie Kommunikation in der Politik funktioniert. Welcher Ort wäre besser für eine Tagung geeignet, die dem Fairnessgedanken Gehör verschaffen will, als der „Uwe Seeler Fußballpark“, dessen Namensgeber gerade wegen seines vorbildlichen Verhaltens weltberühmt geworden ist? Aber auch „Uns Uwe“ war auf dem Fußballplatz nicht allein, er hat die Vorlagen von Charly Dörfel, Klaus Stürmer und Reinhard Libuda gebraucht, um Tore zu schießen.

Auch die Vereine, vor allem aber die kleinen und großen Kicker brauchen Partner, die ihnen zur Seite stehen, wenn’s knifflig wird, wenn Fremdenfeindlichkeit und Gewalt ins Spiel kommen. Die Tagung zum Thema „Vereine stark machen“ weist in die richtige Richtung. Netzwerken ist wichtig, Verbindungen zwischen verschiedenen Menschengruppen herstellen. Denn nur mit starken Bündnissen kann der Sport verhindern, dass er von anderen in ein schlechtes Licht gerückt oder gar missbraucht wird.

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