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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 22:01 Uhr

Stammverwandt in Kansas

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Städtepartnerschaft: Empfang in rustikalem Rahmen / Gäste aus Eutin seien „großartige Menschen“

Tränen der Rührung, mindestens aber Gänsehaut, bescherte der Sonntag den 20 Eutinern, die aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft in Lawrence sind. Dafür sorgte eine Überraschung nachmittags bei einem Festkonzert. Abends gab es sehr viele freundliche Worte bei einem Empfang in einem rustikalen Rahmen.

Ausnahmslos Stücke von Carl Maria von Weber spielten Dozenten der Musikschule der Kansas-Universität (KU) bei dem Konzert, das aus Anlass des Jubiläums der Städtepartnerschaft gegeben wurde. Das Programm sei natürlich mit Blick auf den Geburtsort des Komponisten gewählt worden, sagte Bob Walzel. Es sei aber auch sehr passend, weil es ausnahmslos Stücke enthalte, die Weber Freunden gewidmet habe, ergänzte der Dekan der Musik-Fakultät.

Ein Quintett für Klarinette und Streicher (opus 34) mit einem virtuosen Klarinettisten Bob Walzel war nach einem Duo (Oboe und Klavier), einem Trio (Querflöte, Cello und Klavier) sowie zwei Liedern als Höhepunkt angekündigt. Doch dann kam ein Chor in den Konzertsaal. Studenten der Musikschule sangen unter der Leitung von Paul Tucker die Hymne des Staates Kansas,
„Home on the Range“ – und anschließend stimmten sie, 5000 Meilen von Ost- und Nordsee entfernt, das Schleswig-Holstein-Lied an.

Helmut Scheewe, langjähriger Vorsitzender des Eutiner Vereines der Freunde von Lawrence und seit kurzem auch Ehrenbürger der Stadt in Kansas, nutzte das Konzert für einen Dank an die Musiker von Lawrence. Ihr Engagement habe dazu beigetragen, die Opernaufführungen in Eutin zu retten.

Auf der „Circle S Ranch“ in der Nähe der Universitätsstadt gab es abends einen Empfang mit über 100 Gästen. Dabei betonte Bürgermeister Mike Amyx, dass sein Besuch in diesem Jahr in Eutin nach seiner Hochzeit und der Geburt seines Sohnes das bedeutendste Ereignis seines Lebens gewesen sei. Die Gäste aus Eutin seien „großartige Menschen“. Bürgervorsteher Dieter Holst würdigte die intensiv gelebte Städtepartnerschaft, und die stellvertretende Bürgermeisterin Elgin Lohse sagte einleitend: „Ich kann hier nach ein paar Tagen schon von Freunden sprechen.“ Als Geschenk überreichte die Eutiner Delegation ein Gemälde von Frauke Klatt, von der zwei Tage zuvor eine Ausstellung in einer Galerie in Kansas eröffnet worden war (wir berichteten).

Unter den Gästen auf der Ranch waren auch zehn der zwölf Eutiner Schüler, die zurzeit einen dreiwöchigen Besuch in Lawrence absolvieren. Über ihre Eindrücke berichten wir in der kommenden Ausgabe.









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erstellt am 06.Okt.2014 | 11:17 Uhr

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