Feuer in Zarnekau : Stall brennt am hellen Tag nieder

Restlos niedergebrannt ist ein ehemaliger Schweinestall in Zarnekau, ein Übergreifen der Flammen wurde verhindert.
Restlos niedergebrannt ist ein ehemaliger Schweinestall in Zarnekau, ein Übergreifen der Flammen wurde verhindert.

Großfeuer im alten Ortskern: Sechs Feuerwehremn verhindern ein Übergreifen auf Nachbargebäude. War es Brandstiftung?

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27. Juni 2014, 04:00 Uhr

Ein ehemaliger Schweinestall ist gestern am hellen Tag im Ortskern von Zarnekau niedergebrannt. Ein Aufgebot von sechs Feuerwehren, die mit 80 Kräften anrückten, verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude. In einem Radius von 150 Metern standen vier reetgedeckte historische Katen. Menschen kamen nicht zu Schaden. In dem aus ungeklärter Ursache niedergebrannten Fachwerkgebäude starben 50 Hühner. Außerdem verbrannten zwei Verkaufswagen, die in der Diele des Stalles untergestellt waren.

Um 14.12 Uhr wurden die Altbäuerin sowie Nachbarn gleichzeitig durch lautes Knallen aufgeschreckt: An einem Anbau des Stalles barsten Eternitplatten. Der etwa 25 Meter lange und 15 Meter breite Fachwerkbau brannte da schon in voller Ausdehnung.

Die Feuerwehren des Löschbezirkes – neben Zarnekau sind das Röbel, Bujendorf und Gömnitz – wurden durch die Wehren aus Süsel und Eutin verstärkt. „Zu dieser Tageszeit waren nur wenig Leute da“, urteilte Gemeindewehrführer Kai Nagel, der ebenso wie der stellvertretende Kreisbrandmeister Torsten Plath nach Zarnekau geeilt war.

Neben dem Personalmangel erwies sich die Beschaffung von Löschwasser als Problem: „Aus dem Löschteich beim alten Gerätehaus und dem Teich bei Schneider haben wir Wasser rausbekommen“, merkte Zarnekaus Wehrführer Maik Kramp an. Der sah damit eine Befürchtung bestätigt: „Ich hab der Gemeinde mehrfach gesagt, dass am Teich etwas gemacht werden muss.“

Zur Wasserbeschaffung wurden deshalb weite Wege beschritten: Der Hydrant einer großen „Überlandleitung“ des ZVO in über 300 Meter Entfernung wurde ebenso als Quelle benutzt wie ein Teich auf dem Hof am Hufnerberg, zu dem die Eutiner Wehr eine fast 500 Meter lange Leitung legte.

Unklar ist die Brandursache. In einem Anbau des Stalles waren noch Hühner untergebracht, außerdem lagerten Arbeitsgerät, Heu, Stroh und Wolle in dem Gebäude. Die Elektrizität war aber abgestellt: „Ich hatte vor einer guten Woche alle Sicherungen herausgedreht“, berichtete die Hofbesitzerin. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Erst am 6. März dieses Jahres war in der Alten Dorfstraße ein Holzschuppen rund 200 Meter entfernt eindeutig von Unbekannten angezündet worden.

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