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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 04:18 Uhr

Städtebauliche Missstände beseitigen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ratsversammlung spricht sich für die Aufnahme Plöns in das Bundesförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aus

shz.de von
erstellt am 06.Jul.2017 | 11:06 Uhr

Ganz gleich, was am Ende dabei herauskommt, und welche Maßnahmen finanzierbar und förderfähig sind: Die Stadt Plön beantragt beim Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Einmütig sprach sich die Ratsversammlung in ihrer von stellvertretender Bürgervorsteherin Ursula Soltau geleiteten Sitzung dafür aus.

Die Aussicht darauf, eventuell Projekte und die Beseitigung städtebaulicher Missstände zu je einem Drittel von Bund und Land mit einem Eigenanteil von 30 Prozent gefördert zu bekommen, stimmt Verwaltung und Selbstverwaltung trotz aller Unwägbarkeiten optimistisch. Wie berichtet, war Plön am 25. Mai von Ministeriumsmitarbeitern begutachtet worden. Dabei stellte sich heraus, dass einige der Maßnahmen wegen bestehender Eigentumsverhältnisse nicht förderfähig seien, zum Beispiel Strandweg, Schwentineterrassen oder auch Lübsches Tor. Nicht förderfähig wäre auch die von Bürgermeister Lars Winter favorisierte Parkpalette am Stadtgraben. Ob Gelder für den Bereich Bahnhofsvorplatz/ZOB mit Übergang zur Lübecker Straße fließen könnten, ist ungewiss, obwohl seitens des Ministeriums ebenso wie für das Lübsche Tor hier Handlungsbedarf zugestanden wurde. Dennoch teilte das Ministerium mit, dass Plön wegen der Probleme für eine Aufnahme in Betracht komme. Der Antrag ist bis 20. Juli einzureichen. „Was daraus wird, weiß keiner, was möglich sein wird, entscheidet sich auf einem längeren Weg“, plädierte der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Bernd Möller (SPD) dafür, die Angelegenheit offen anzugehen. Aus eigenen Mitteln könne sich die Stadt nicht entwickeln. „Das gibt wichtige Impulse für unsere Stadt, wir können nur davon profitieren“, beschwor SPD-Fraktionsvorsitzender Thorsten Pfau. „Unsere Stadt verdient etwas Modernisierung. Wenn wir aufgenommen werden, setzen wir selber nur 30 Prozent ein. Das Geld wird nach Ideen investiert, und die Bilanz verbessert sich entsprechend positiv“, argumentierte Zweiter Stadtrat Stefan Plischka (CDU). Gabriele Killig (FDP) erinnerte an die „Tatkraft“ zu Zeiten des kürzlich verstorbenen Alt-Bürgermeisters Uwe Jes Hansen, die den Rat geeint habe. „Wenn diese auch hier zum Tragen kommt, ist es eine gute Sache.“ „Stillstand können wir nicht gebrauchen“, fügte Sabine Kauf (Grüne) hinzu.

Soltau verpflichtete den Kaufmann Stefan Kruppa (50, Foto) als neuen Ratsherren und Nachfolger von Oliver Hagen (CDU), der wie berichtet seine Ämter niedergelegt hat. Hagen war nicht anwesend. Er wird am 27. September in der nächsten Ratsversammlung verabschiedet. Auch dem neuen Schiedsmann Jörn Mißfeldt (55) für den Bezirk Plön-West nahm Soltau den Eid ab. Der Marineoffizier i.R. folgt Heinz Möllers.

Der erste Bauabschnitt für den Ausbau von Steinbergweg und 40 Metern Ulmenstraße bis Königsberger Straße beginnt Mitte Juli. Die Ratsversammlung vergab den Auftrag an die Firma Dau Eisenbahn-, Straßen- und Tiefbau GmbH aus Lübs. Der Ausbau kostet die Stadt rund 874  790 Euro. Insgesamt sind rund 1,57 Millionen Euro veranschlagt. Vorgesehen ist die Verlegung neuer Versorgungsleitungen für Regenwasser, Schmutzwasser, Strom und Gas sowie Leerrohre für die Glasfaserversorgung.

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