Städtebauförderung: Malente startet Voruntersuchung

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15. Dezember 2017, 17:58 Uhr

Fast schien es, als sollte auch der Start in eine mit Städtebaumitteln geförderte Ortssanierung vorerst gestoppt werden, wie es zuvor mit dem Haushaltsentwurf geschehen war (siehe Seite 12). Überraschend beantragte CDU-Fraktionschef Uwe Potz in der Gemeindevertretung am Donnerstagabend eine Sitzungspause.

Doch der Eklat blieb aus, Potz äußerte aber deutliche Kritik an der Verwaltung. Die Vorlage sei „mit heißer Nadel“ gestrickt, kritisierte er, um dann doch Zustimmung zu signalisieren. „Wir wollen nicht schon wieder blockieren.“ Helmut Wagner (SPD) machte anschließend auf offensichtlich falsche Zahlen in der Vorlage aufmerksam.

Bei zwei Enthaltungen stimmten schließlich 25 Gemeindevertreter für die Vorlage, mit der sie einer sogenannten vorbereitenden Untersuchung im Malenter Ortszentrum zustimmten. Diese kostet insgesamt rund 170 000 Euro, von denen zwei Drittel von Land und Bund finanziert werden.

Das Gebiet umfasst im Wesentlichen neben der Bahnhofstraße auch Marktstraße, Hindenburgallee, Teile der Lütjenburger, Eutiner und Rosenstraße sowie Schule an den Auewiesen, Kurpark und Schönow-Gelände. In diesem Bereich sollen nun zunächst städtebauliche Missstände und mögliche Gegenmaßnahmen und Kosten analysiert werden.

Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchung sind Eigentümer, Mieter und Pächter sind verpflichtet, der
Gemeinde Auskünfte zu geben, die nötig sind, um die Sanierungsbedürftigkeit des festgelegten Gebiets zu ermitteln. Die folgende Ortssanierung ist dann auf eine Dauer von zehn bis 15 Jahre angelegt. Dabei können Hauseigentümer für eine Wertsteigerung zur Kasse gebeten werden, allerdings können sie auch von Fördermitteln profitieren.

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