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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 03:45 Uhr

Stadtwerke helfen in Afghanistan

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Spende ermöglichte einen Trinkwasserbrunnen in dem Dorf Haji Noor Muhammad / Aktion von Friedenskreis und Amnesty International

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 12:09 Uhr

Was haben Not leidende Familien in Afghanistan von der im Oktober 2016 zu Ende gegangenen Landesgartenschau in Eutin? Bessere Lebensbedingungen durch sauberes Trinkwasser. Die Erklärung dafür: Mitglieder des Friedenskreises Eutin und der Gruppe Eutin-Plön von Amnesty International warben auf ihren LGS-Ständen für die Aktion „Brunnen für Afghanistan“ und gewannen Altbürgermeister Klaus-Dieter Schulz als Schirmherrn. Mit von der Partie war auch schnell Marc Mißling, Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin: „Als ich gefragt wurde, ob wir nicht den Bau eines Brunnens in Afghanistan unterstützen wollten, habe ich natürlich sofort zugesagt. Schließlich ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ein überaus wichtiger Bestandteil unseres breiten Geschäftsfeldes. Und wenn wir mit diesem in vielen Jahrzehnten erworbenen Knowhow den Menschen dort helfen können, sind wir natürlich gern dabei.“

Inzwischen ist aus dieser Idee Realität geworden. Im Dorf Haji Noor Muhammad im Distrikt Qalaizal versorgt ein neu gebohrter, 28 Meter tiefer Brunnen rund 130 Bewohner mit frischem Wasser. Er kann täglich bis zu 2000 Liter Wasser liefern – eine Menge, die in der wüstenähnlichen Region ohne moderne technische Hilfsmittel nicht zu beschaffen ist.

Die Menschen dort nutzen das Wasser nicht nur für den Haushalt, sondern auch zum Bewässern ihrer Nutzgärten. Auf dem von einer heimischen Firma gebohrten Brunnen wurde eine Inschrift angebracht: „Wasser ist Leben – Stadtwerke Eutin. Humanitarian Support by AFV.“ Das Kürzel steht für die eingetragene Organisation „Afghanischer Frauenverein“, dessen Mitglieder sich unter dem Sprichwort „Wasser ist Leben“ für die Versorgung des Landes mit einer ausreichenden Zahl von Brunnen engagieren.

Denn sauberes Wasser ist knapp: Nur 23 Prozent der afghanischen Bevölkerung haben Zugang zu dieser lebenswichtigen Flüssigkeit. Im Sommer trocknen viele Flüsse aus, im Winter frieren sie zu. Wenn es keinen Brunnen gibt, trinken die Menschen aus verschmutzten und mit Düngemitteln oder Pestiziden verseuchten Flüssen oder stehenden Gewässern – mit den bekannten gesundheitlichen Folgen.

Den Brunnen in Haji Noor Muhammad hat ein Handwerksbetrieb aus Kundus gebaut. Diese Firma gibt eine lebenslange Garantie, die Wartung übernehmen Männer aus dem Dorf.

Wolfgang Schiller vom Friedenskreis Eutin als einer der Initiatoren zeigte sich sehr zufrieden: „Die Bewohner sind sehr glücklich. Wir haben uns davon überzeugen können, dass die Hilfe wirklich etwas bewirkt und die Spende ihren Zweck hundertprozentig erfüllt hat.“





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