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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 23:05 Uhr

Stadtwerke heizen der Weber-Schule ein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 17.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Das Weber-Gymnasium ist ein „Trendsetter“ unter den Schulen im Lande – völlig unabhängig vom eigentlichen Unterrichtsbetrieb: Ab sofort sorgt ein Mini-Blockheizkraftwerk für Wärme und Strom nicht nur im soeben eröffneten Neubau, sondern auch in allen Klassenräumen des bisherigen Altgebäudes. Rund 100 000 Euro kostete die hochmoderne Anlage, die Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz gemeinsam mit seiner Fachdienstleiterin Simone Handschuck und Volker Ehlers von der Stadtwerke Eutin GmbH (SWE) jetzt offiziell in Betrieb nahm.

Der städtische Haushalt soll durch die hohe Investition nicht belastet werden, weil die Stadtvertreter sich für die Nutzung eines so genannten Contracting-Modells entschieden haben – wie bereits bei der Mahlstedt-Schule, der Schule Am Kleinen See und der Sportanlage Waldeck. Die komplette Anlage wurde von den Stadtwerken erstellt und der Stadt Eutin zur Nutzung überlassen – für einen monatlichen Grundbetrag und die Verpflichtung, die erforderliche Energie von den Stadtwerken zu beziehen. „Diese Art der Projektabwicklung rechnet sich für uns“, betonte Bürgermeister Schulz. „Wir haben ausführlich verhandelt, bis es finanziell für beide Seiten passte.“ Vertraglich vereinbart ist auch, dass die Stadtwerke für die Unterhaltung des Blockheizkraftwerks und seiner Nebenanlagen zuständig sind.

Bereits im Dezember vorigen Jahres hatte der alte Heizkessel der Weberschule den Dienst versagt – der 513 Kilowatt (kW) leistende Behälter war gerissen und wurde an einem Wochenende von zwei Brennwertkesseln mit jeweils 240 kW Leistung ersetzt. Im März 2013 kamen zwei Blockheizkraftwerke mit 4,7 kW elektrischer und 12,5 kW thermischer Leistung hinzu. Zwei Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von je 1000 Liter vervollständigten die Installation. Außerdem wurde die Abgasanlage auf den neuesten Stand gebracht.

„Jetzt haben wir eine optimale Anpassung an jeglichen Wärmebedarf, wir können von 4,7 kW bis zu 510 kW stufenlos modulierend jeder thermischen Anforderung gerecht werden“, erklärte SWE-Mitarbeiter Ehlers. Durch eine Software könnten die Stadtwerke sich auf die Blockheizkraftwerke schalten und alle wichtigen Parameter abrufen. Eine Überwachung sei direkt mit der Störungsannahme verbunden, sodass bei einem Ausfall sofort reagiert werden könne.

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