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Stadtvertretung bleibt dabei: Durch den Seepark geht’s nur mit LGS-Ticket

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2015 | 15:22 Uhr

Mit großer Mehrheit hat die Stadtvertretung gestern Abend die zur Landesgartenschau geplanten Einschränkungen bei der Wegenutzung im Seepark bekräftigt. Eine dagegen gerichtete Petition von Bürgern lehnten 21 Stadtvertreter aus CDU, SPD, Grünen und FDP bei einer Enthaltung ab. Die zwei FWE-Vertreter stimmten gegen diese Stellungnahme.

In Frageform hatten zu Beginn Ulrike Wörle und Marion Migula, beide Mitinitiatorinnen entsprechender Unterschriftensammlungen, ihr Unverständnis erneuert, dass der Weg durch den Seepark über die Bebensundbrücke zu den Freizeitanlagen im Seeschaarwald im nächsten Jahr nur mit LGS-Tickets zugänglich sein werde. Migula kritisierte zudem, dass schon ab 5. Oktober der Seepark total gesperrt werde, obwohl die LGS-Karten erst ab Ende April einsetzbar seien.

In der Aussprache räumte Matthias Rachfahl (CDU) ein, dass die kostenpflichtige Nutzung der Bebensundbrücke „ein neuralgischer Punkt“ sei. Mit den betroffenen Vereinen und Institutionen seien aber nach und nach Kompromisslösungen erarbeitet worden. Optimal sei das alles zwar nicht, aber: „Die Landesgartenschau muss sich durch Eintrittsgelder finanzieren.“

Das betonte auch Jens-Uwe Dankert (FDP), der zudem auf die vielen Gesprächsrunden seit 2012 in Sachen LGS hinwies. Gerade auf die Einbeziehung des Seeparks dürfe nicht verzichtet werden, denn dessen Gestaltung sei vor allem von Jugendlichen mitbestimmt worden. „Dieses Herzstück müssten wir von der LGS ausschließen, nur damit Sie mal über die Brücke spazieren können“, rief er Wörle zu.

SPD-Fraktionschef Hans-Georg Westphal relativierte mit Hinweis auf nur rund 400 Eutiner als Unterzeichner der Petition deren Anspruch. Zu den LGS-Planungen gebe es keine Alternative mehr. Der LGS-Besuch werde Dauerkartenkäufer 33 Cent täglich kosten, das sei vertretbar.

Monika Obieray (Grüne) sah die Alternative, mit Transpondern befristet den Zugang zum Seepark zu ermöglichen, als letztlich doch zu kompliziert an. „Es ist eine bittere Pille, aber man muss den Bürgern, die keine Dauerkarte wollen, Verzicht abverlangen“. sagte sie Das sah Malte Tech (FWE) ganz anders: Er verlangte von den LGS-Machern „mehr Kreativität“ für freie Wege für alle.

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