zur Navigation springen

Eutin : Stadtvertreter üben Kritik an neuem Pflaster

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Ausführung der Arbeiten in der oberen Peterstraße wurde kontrovers diskutiert.

Heftig diskutierten Mitglieder des Bauausschusses Mittwochabend über die aktuellen Pflasterarbeiten in der oberen Peterstraße. Der Grund des Ärgernisses: Ihrer Meinung nach ist schlecht gepflastert worden und die Rinne zur Entwässerung, auch Mulde genannt, viel zu tief und nicht barrierefrei.

Bauamtsleiter Bernd Rubelt schilderte die Fakten: „Wir haben hier eine gewisse Fläche zu entwässern. Die Mulde ist am tiefsten Punkt drei Zentimeter tief, vor den Eingängen wie Protalis nur 1,7 Zentimeter, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten.“ Es müsse eine gewisse Tiefe erreicht werden, um bei sturzartigen Regenfällen zu gewährleisten, dass das Wasser nicht in den Haupteingang der Seniorenwohnanlage laufe. Die liege vom Niveau her etwas tiefer. „Das ist nicht das, was man uns hier verkauft hat. Da läuft man ja auf der unteren Peterstraße besser als auf der neuen“, machte sich Jackie Meyer (FDP) Luft. Das Natursteinpflaster sei ihr zu uneben verlegt. Olaf Schmidt tönte: „Warum macht man nicht mehr Einläufe, das hätte doch mein Großvater besser gekonnt.“

Die Diskussion schaukelte sich hoch bis zur kurzzeitigen Forderung, demnächst alles digitalisiert auch im Querschnitt sehen zu wollen, was der Planer vorhabe. „Es muss am Ende nur auch bezahlt werden“, fügte Rubelt dem Wunsch hinzu. Er versuchte zu beruhigen: „Das Bauwerk ist noch nicht abgenommen, sollte es Mängel geben, können wir deren Beseitigung fordern.“

Wie sehen das eigentlich die Menschen, die täglich den Haupteingang der Senioreneinrichtung an der oberen Peterstraße nutzen? „Das haben die hier ganz toll gemacht“, sagt der Hausmeister. „Vor unserer Tür sind sie flacher geworden, das ist klasse.“ Probleme gebe es bisher nicht, der Haupteingang sei zwar derzeit verlegt, wurde aber schon einige Male von den Bewohnern getestet.

Auf das Angebot, einen Ortstermin mit dem Planer zu machen, gingen die Ausschussmitglieder nicht ein. „Ab und zu stiefeln hier aber mal welche rum, wenn wir von der Baustelle weg sind. Angesprochen und gefragt hat uns aber noch keiner“, sagt ein Bauarbeiter gestern. „Die Tiefen hier erfüllen die Norm, gehen Sie mal nach Lübeck, da gibt’s vier Zentimeter und mehr“, fügt er hinzu.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Feb.2016 | 10:02 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert