Stadtvertreter beraten über die Seepark-Neugestaltung

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23. Juni 2014, 14:33 Uhr

Das Bild, wie sich Eutin zur Landesgartenschau 2016 präsentieren soll, erhält immer mehr Konturen. Morgen steht die Stadtvertretung vor der Aufgabe, die Entwurfsplanung für die Projekte Seepark, Stadtbucht, historischer Bauhof und den Süduferpark rund ums alte Forstamt festzulegen.

Dass diese Entscheidungen für Politiker im Allgemeinen, speziell aber für die mit stupender Besserbedenkerei gesegneten Volksvertreter in Eutin, nicht leicht zu treffen sind, bewiesen die stundenlangen Diskussionen im Bauausschuss. Die Vertreter des Planungsbüros A 24 hatten beispielsweise alle Mühe, den Skeptikern zu verdeutlichen, dass auch außerhalb Eutins schon das Wissen verbreitet ist, wonach für den Wegebau, zumal in feuchter Umgebung, auch eine gute Gründung erforderlich ist.

Der Appell der Planer, „sich von vorgefertigten Bildern im Kopf zu lösen“, galt vor allem ihrem Vorschlag, im Seepark vier Hauptwege als grau gefasste Betonbänder schnurgerade durchs üppige Grün laufen zu lassen. „Das erinnert mich an die DDR“, lautete eine aus den Zuhörerreihen in den Saal gezischte Abwehrparole.

Auch die Stadtvertreter wollten der Empfehlung der Planer nicht folgen. Auf Antrag der CDU und mit Zustimmung von Grünen und FWE soll nur der Weg vom Haus des Gastes zur Bebensundbrücke mit Beton versehen werden, allerdings nicht grau, sondern sandfarben. Und die anderen drei Achsenwege sollen wassergebunden bleiben.

Im wesentlichen anderen Teilen wurde aber die Planung für den Seepark abgesegnet. Sollte auch die Stadtvertretung so entscheiden, wird es einen Strandbereich nahe der Brücke geben sowie eine Auslichtung des Baumbestandes zum Ufer hin. Außerdem sind mehrere Spiel- und Sportflächen inklusive Grillplatz für verschiedene Altersgruppen vorgesehen.

Für den Bau eines Decks an der Stadtbucht soll nicht das vermutlich länger haltbare Bongossi-Holz, sondern kostengünstigere Eiche eingesetzt werden. Änderungswünsche der CDU an der bisher rechteckig festgelegten Form des Decks kamen nicht zum Tragen.

Neben der Beschlussfassung zu den städtebaulichen Projekten zur Landesgartenschau geht es morgen in der Stadtvertretung auch um den Titel „Fahrradfreundliche Kommune“, um den Ausbau der Hospitalstraße und Ausschusswahlen. Die Sitzung findet im Kreishaus statt und beginnt um 18 Uhr. Zu Beginn ist eine Einwohnerfragestunde geplant.

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