Stadtpolitik bestimmt Versammlung der Turnerschaft Riemann

Die wiedergewählten Vorstandsmitglieder der TS Riemann (v. li.): Winfried Ebner, Carsten Bünning, Rainer Hauffe und Manfred Frank.
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Die wiedergewählten Vorstandsmitglieder der TS Riemann (v. li.): Winfried Ebner, Carsten Bünning, Rainer Hauffe und Manfred Frank.

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16. März 2017, 14:09 Uhr

Große Einigkeit und Harmonie kennzeichneten die Jahresversammlung der Turnerschaft Riemann von 1821. Trotz umfangreicher Wahlen, die alle einstimmig erfolgten, und Ehrungen führte der wiedergewählte erste Vorsitzende Winfried Ebner souverän und flott durch die Tagesordnung.

In seinem Grußwort griff Bürgervorsteher Dieter Holst die Diskussionen um den Turnhallenneubau auf, den auch die Sportler der TS Riemann sehnsüchtig erwarten. „Plötzlich tauchen da Kosten von 7,4 Millionen Euro auf. Das ist zu viel und muss weiter untersucht werden“, sagte Holst. Ernst-Herrmann Brütt von der Arbeitsgemeinschaft der Eutiner Vereine lobte den großen Zusammenhalt bei Riemann. „Erhalten Sie sich diese Werte, sie sind mit Geld nicht zu bezahlen“, so Brütt. Der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Rolf Röhling, betonte ebenfalls die besondere Harmonie in dem Eutiner Traditionsverein. „Das ist längst nicht überall so. Teilweise können nicht mal alle Vorstandsämter besetzt werden“, sagte Röhling, der ausführlich auf Probleme beim Sportstättenbau und deren Unterhaltung einging.

Von einem arbeits- und ereignisreichen Jahr berichtete der erste Vorsitzende Winfried Ebner. Als besonders gelungen habe sich wieder einmal die Kohlfahrt erwiesen. Mit Stolz verwies Ebner auf die Mitgliederzahl, die erstmals seit zehn Jahren wieder gestiegen sei. Zugleich warb er für Interesse an Mitarbeit im Vorstand. „Ehrenamt macht nicht nur Freude, man gewinnt auch Freunde“, sagte Ebner. Er fand in seinem Jahresbericht allerdings auch kritische Töne. So sieht Riemann mit Sorge den Wegfall des Stadtfestes und des Großflohmarktes. „Das war bislang stets unser größter Einnahmetag im Riemannhaus, während uns die Landesgartenschau keinen Cent gebracht hat“, meinte Ebner.

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