Plön : Stadtmarketing will Stadtentwicklungskonzept

Der geplante Bau von neuen Verbrauchermärkten im Stadtgebiet Plön hat auch den Verein Stadtmarketing Plön am See beschäftigt.

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02. Februar 2011, 10:31 Uhr

Plön | Sprecherin Imke Wegener empfiehlt in einer Pressenotiz dringend die Erstellung eines Stadtentwicklungskonzeptes als Orientierungshilfe für künftige Entscheidungen mit entsprechender Tragweite. Darin sollten auch Problemfälle wie Lübsches Tor oder Alte Post sinnvoll eingebunden werden.

"Als Ziel werden am Ende klare Entwicklungen und Maßnahmen angestrebt, die wir als Stadtmarketingverein mit entwickeln und soweit möglich mit begleiten werden", kündigte Imke Wegener an. Die Reduzierung der Gesamtproblematik auf die Frage nach den Standortalternativen "Stadtgraben", "Klinker Teich" oder anderer möglicher Standorte werde dem Thema allerdings nicht gerecht.

Bevor die "Wohin-Frage" gestellt wird, so Wegener, sollte die Problematik der Erweiterung der Verkaufsflächen im Plöner Stadtgebiet erörtert werden. Das gewaltige Volumen der geplanten Baukörper werde eine prägende Veränderung des Stadtbildes ergeben, egal an welchem Standort.

Auch deshalb müsse eine sehr gewissenhafte Prüfung aller Auswirkungen auf die künftige Entwicklung der Stadt und auf die Belange der Bürger vorgenommen werden. Es werde zu fragen sein, ob in Plön heute und in der Zukunft eine größere Nachfrage nach Waren aus dem Sortiment der Verbrauchermärkte vorhanden sei oder sein werde. Habe eine qualitative Verbesserung der Sortimente und der Einkaufsstätten auch einen nachhaltigen Zuwachs zur Folge?

Wie wirke sich der Betrieb eines solchen Zentrums auf die Wohnqualität der angrenzenden Anwohner aus, und wie verändere sich der Wert der Immobilien und Grundstücke in der Nachbarschaft?

Inwieweit würden andere Einzelhandelsstandorte im Stadtgebiet betroffen? Gebe es Synergien oder würden nur Verschiebungen zum Nachteil bisheriger Anbieter zu erwarten sein?

Mit wie viel zusätzlichen Arbeits- und Ausbildungsplätzen und in welcher Qualität können wir rechnen? Ist mit einer signifikanten Erhöhung des Gewerbesteueraufkommens zu rechnen? Hat eine solche Ansiedlung positive Effekte auf die Entwicklung des Tourismus, einem der wesentlichen Impulsgeber des örtlichen Wirtschaftslebens? "Die Antworten auf diese Fragen werden Aufschluss darüber geben, ob und in welchem Maße die Entwicklung Plöns von einer Flächenerweiterung beeinflusst wird", schreibt Imke Wegner in einer Pressenotiz. Sachverständige würden mit ihren Gutachten den Entscheidungsgremien professionelle Hilfestellung leisten, sie jedoch nicht von der Abwägung der angeführten Aspekte entbinden.

Da eine mit Stein und Beton erbaute Immobilie auf lange Zeit Bestand haben werde, sei hohe Sensibilität geboten. Negative anmutende "Bausünden" der Vergangenheit sollten Warnung genug sein.

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