Eutin : Stadtbusse wechseln Bahnhofsseite

An der neuen Haltestelle  erläuterten gestern (von links) Klaus-Dieter Schulz, Oscar Klose, Horst Weppler und Carsten Abendroth den neuen Fahrplan. Foto: krauskopf
An der neuen Haltestelle erläuterten gestern (von links) Klaus-Dieter Schulz, Oscar Klose, Horst Weppler und Carsten Abendroth den neuen Fahrplan. Foto: krauskopf

Neuer Fahrplan tritt nach den Sommerferien am 15. August in Kraft. Eine Fahrgastzählung lieferte die Basis für Änderungen im Angebot.

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30. Juli 2011, 11:25 Uhr

eutin | "Wir erleben hier vielleicht den ersten Schritt für eine Verlegung des ZOBs auf die andere Seite der Gleise", merkte gestern Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz an. Anlass war ein Pressetermin an einer neuen Bushaltestelle: Sie ist auf dem Bahnhofsgelände an der Elisabethstraße und wird vom 15. August an in das Netz des Stadtbusverkehrs eingebunden.

Die neue Haltestelle ist Bestandteil des neuen Fahrplanes für Ostholstein Mitte, der nach den Schulferien in Kraft tritt. An der neuen Haltestelle werden aber, wie der beim Kreis zuständige Fachdienstleiter Horst Weppler betonte, nur die Stadtbusse halten. Gleiches gelte für den Stadtgraben. Der Regionalbusverkehr werde weiter am ZOB abgewickelt.

Die Erfahrungen hätten gelehrt, dass es in der Bahnhofstraße angesichts der Zahl der Busse zeitweise ganz schön eng werde, ergänzte Bürgermeister Schulz. Die Stadt habe deshalb dem Drängen des Kreises nach einer neuen Haltestelle auf der anderen Seite nachgegeben. Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt waren, hätten bereits auf dieser Seite gehalten und gezeigt, dass es verkehrstechnisch kein Problem sei. "Die Busse können reinfahren, haben genug Platz zum Wenden und kommen auch wieder raus, wobei die Fußgängerampel in der Elisabethstraße hilft." Außerdem sei die neue Haltestelle auch für Rollstuhlfahrer zu erreichen und liege näher am Krankenhaus und der neuen Bebauung auf dem Gelände des ehemaligen Kreiskrankenhauses.

Der Schülerverkehr bleibe, wie Weppler und sein Mitarbeiter Oscar Klose erläuterten, bis auf einige Verbessrungen in Süsel unverändert bestehen. Zu den maßgeblichen Änderungen gehöre der Verzicht auf Fahrten, die kaum oder gar nicht in Anspruch genommen worden seien.

Die NOB habe im Auftrag des Kreises zu unterschiedlichen Zeitpunkten Fahrgastzählungen vorgenommen, sagte Carsten Abendroth. 1087 Fahrten seien ausgewertet worden. Außerdem sei die Anforderung von Anruflinienfahrten (Alfa) ausgewertet worden. Weppler: "Auf Basis dieser Daten werden mit dem neuen Fahrplan gut nachgefragte Angebote gestärkt und äußerst gering bis gar nicht genutzte Angebote reduziert oder durch Alfa ersetzt."

Angesprochen auf die Behauptung der "Bürgerinitiative verbesserter Busverkehr für unsere Gemeinde Süsel", dass eine Grundversorgung in Bujendorf und vielen anderen Dörfern nicht mehr gewährleistet sei, stellte Weppler fest: "Zwischen Bujendorf und Eutin hat es bis vergangenes Jahr neun Verbindungen gegeben, dann elf, jetzt wieder neun. Weggefallen sind Busse, die nicht genutzt wurden."

Neu sei für die meisten Busfahrgäste aus Bujendorf ein Umsteigen in Röbel. Das sei sicher nicht optimal, räumte Weppler ein, aber andernfalls würden zwei Busse parallel fahren. Das sei angesichts des Fahrgastaufkommens nicht vertretbar.

Weitere Änderungen, die gestern angekündigt wurden: Regionalbuslinien fahren nicht mehr durch das Charlottenviertel, die Stadtbusse im Stundentakt aber wieder durch die Ferdinand-Tönnies-Straße. Klarer strukturiert werde das Angebot zwischen Eutin und Neustadt. Die Linie 5518 biete eine direkte Verbindung beider Städte. Orte der Gemeinde Süsel würden über die Linie 5816 erschlossen, die außerhalb des Schülerverkehrs in Röbel einen Anschluss mit Fünf-Minuten-Übergang zur Linie 5518 von und nach Eutin herstelle. Und zur Anbindung der Ortschaften Gronenberg und Klingberg würden Alfa-Fahrten auf der neuen Linie 5817 angeboten.

Das neue Fahrplanheft erscheint voraussichtlich Mitte August. Im

Internet ist es bereits abrufbar: www.nord-ostsee-bahn.de

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