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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 13:02 Uhr

Stadt zahlt der LGS 460 000 Euro mehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wachdienst sowie Grünpflege sind in unerwartet hohem Maß teurer geworden

von
erstellt am 23.Feb.2016 | 21:09 Uhr

Die Betreuung der hohen Zahl an Flüchtlingen hat direkte Auswirkungen auf die Finanzierung der Landesgartenschau (LGS) Eutin: Da Wachdienste zurzeit Hochkonjunktur haben, sind die Preise für Wachpersonal so exorbitant gestiegen, dass die Kalkulation nicht mehr stimmt. Die Ausschreibung für Wach- und Kassenpersonal, dazu die Grünpflege und Wegeunterhaltung auf dem LGS-Gelände habe 460  000 Euro höhere Forderungen gebracht als veranschlagt, berichteten gestern Abend die LGS-Geschäftsführer Martin Klehs und Bernd Rubelt dem Hauptausschuss.

Die meisten Mitglieder des Ausschusses nahmen diese unerwarteten Mehrausgaben erstaunlich gelassen hin: Bei nur einer Gegenstimme (Malte Tech von der FWE) und einer Enthaltung (Eike Diller von den Grünen) wurde einem Haushaltsplan für die Stadt zugestimmt, in dem der Zuschuss an die LGS um 460  000 Euro erhöht wird. Das letzte Wort dazu hat die Stadtvertretung, die heute Abend um 18 Uhr im Kommunalen Kino Binchen tagt.

Wachdienste seien gefragt, ergänzte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz in seiner Funktion als Aufsichtsrat der LGS-Gesellschaft. Entsprechend seien die Lohnforderungen gestiegen. Und auch bei Beschäftigten in Gartenbaubetrieben, die mit der Grün- und Wegepflege auf dem LGS-Gelände betraut werden sollen, habe es unerwartete Lohnerhöhungen gegeben. Aus beiden Entwicklungen resultierten die unverhofften Mehrausgaben von 460  000 Euro.

Nach der gestern Abend vorgestellten Finanzplanung stellt die Stadt ihrer Tochter-Gesellschaft LGS nicht mehr 5,1 Millionen Euro, sondern 5,6 zur Verfügung – als Kredit, der mit den Einnahmen aus der Großveranstaltung samt Zinsen zurückgezahlt werden soll. Bemerkenswert ist, dass als kalkulierte Rückzahlung weiter 5,1 Millionen Euro in dem Haushaltsplan stehen.

In dem Zahlenwerk, dem neun Stadtvertreter gestern zustimmten, wird damit offiziell ein Defizit der LGS von 520  000 angenommen. Bislang waren 58  000 Euro als ungedeckte LGS-Kosten, also kalkuliertem Defizit, ausgewiesen worden. Zu denen kommen nun die 460  000 Euro für Wachdienst und Grünpflege hinzu.

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