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Stadt will Bäume in der Peterstraße fällen – BI ist sauer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2017 | 16:10 Uhr

Die Tage der 16 Bäume in der Peterstraße sind gezählt: Am Dienstag beginnt der Baubetriebshof in der Peterstraße mit den Fällarbeiten der Rotdorne, teilte die Stadt gestern mit. „Diese Arbeiten dienen zur Vorbereitung der Teilmaßnahme Östliche Peterstraße. Wegen der Arbeiten kann es vor Ort zu Einschränkungen für den Lieferverkehr kommen. Die Arbeiten starten um 8 Uhr und dauern voraussichtlich den ganzen Tag lang“, hieß es dazu in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Die Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der historischen Innenstadt zeigt sich irritiert: „Es ist schade, dass die Stadt in dem Fall wie die Axt im Walde vorgeht“, sagte Marcus Gutzeit, einer der drei Initiatoren der Bürgerinitiative, auf Nachfrage. „So werden Zeichen gesetzt, bevor wir mit dem Bürgerbegehren beginnen können“, sagte Gutzeit. Die BI warte unterdes auf die Kostenschätzung der Stadt, vorher könne keine Unterschriftensammlung beginnen. „Die Fragestellung ist sehr komplex. Wir haben da noch Nachfragen, was genau wir berechnen sollen“, hieß es dazu von Stadtmanagerin Kerstin-Stein-Schmidt. Der Dialog mit der BI werde gesucht. Die Baumfällarbeiten seien nun notwendig, weil die gesetzlichen Rahmenbedingungen Fällarbeiten nur bis Ende Februar zuließen. Während die Stadt nach aktueller Beschlusslage handelt, zweifelt die Bürgerinitiative zum Erhalt der historischen Innenstadt daran, ob sie im Rathaus überhaupt ernst genommen werde. Am Tag der Fällung lädt sie abends zu einer Infoveranstaltung ins Brauhaus ab 18.30 Uhr ein.

Bevor die Rotdornen in der Peterstraße abgesägt werden, müssen die alten neun schwedischen Mehlbeerbäume in der Wilhelmstraße von der Kreisberufsschule Ostholstein bis zum Wasserturm weichen. Stein-Schmidt: „Da müssen wir aus verkehrssicherungstechnischen Gründen ran. Diese Bäume sind überwiegend von holzzerstörenden Pilzen befallen und müssen deshalb entfernt werden.“ Während der Fällarbeiten kann es zu Einschränkungen auf den Gehwegen kommen.

Für beide Straßenzüge sind Ersatzpflanzungen vorgesehen. Im Bereich der Peterstraße werden es Zieräpfel sein, wie es sie derzeit schon am Marktplatz gibt. In der Wilhelmstraße werden Klimabäume gepflanzt, Bäume die sich bisher als besonders robust erwiesen haben.

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