Eutin : Stadt überarbeitet Hundesteuer

Halter sogenannter gefährlicher Hunde sollen in Eutin bald tief in die Tasche greifen.
Halter sogenannter gefährlicher Hunde sollen in Eutin bald tief in die Tasche greifen.

Für „Gefährliche Hunde“ sollen in Eutin künftig erheblich höhere Hundesteuern als bisher entrichtet werden.

shz.de von
26. November 2018, 10:15 Uhr

Die Stadt Eutin braucht eine neue Hundesteuersatzung, denn das Gemeindeprüfungsamt hatte beim Blick auf die städtischen Abgaben diverse Anregungen.

Im Entwurf der neuen Hundesteuersatzung ist auch eine Steuer für die sogenannten „gefährlichen Hunde“ enthalten, die Eutin bislang nicht erhoben hat. „Für den ersten ‚gefährlichen‘ Hund sind 552 Euro angesetzt worden, für jeden weiteren 1104 Euro“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Um als „gefährlich“ eingestuft zu werden, ist nach Schleswig-Holsteinischem Hundegesetz nicht die Rassezugehörigkeit entscheidend, sondern ob der Hund durch Beißen oder ähnliches bereits als auffällig eingestuft wurde. Von den etwas mehr als 1000 Hunden insgesamt in Eutin ist laut Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt bisher kein Hund als „gefährlich“ gemeldet worden.

Über die Höhe der Steuern sowie die Hundesteuer für „normale“ Hunde könne in der heutigen Hauptausschusssitzung beraten werden. Bislang zahlt ein Hundebesitzer in Eutin für den ersten, zweiten und weitere Hunde jeweils 120 Euro. In Eutin gibt es 920 gemeldete „Erst-Hunde“, 85 Menschen haben einen zweiten, zehn Besitzer haben drei oder mehr Hunde.

Auch die Steuerermäßigung wurden überarbeitet: Für von Privatpersonen gehaltene Jagdhunde gibt es keine Befreiung mehr, da das öffentliche Interesse fehle. Therapiehunde bekommen eine Ermäßigung, wenn sie unentgeltlich eingesetzt werden. Die Zwingersteuer soll entfallen.

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