Eutin : Stadt sucht nach geeignetem Gelände für einen neuen Skaterpark

Ein Herz für Skater: Julian Lauber ist zweiter Vorsitzender des neuen Vereins und warb im Ausschuss für eine neue Anlage, um Kindern und Jugendlichen eine Trainingsmöglichkeit zu bieten.
Ein Herz für Skater: Julian Lauber ist zweiter Vorsitzender des neuen Vereins und warb im Ausschuss für eine neue Anlage, um Kindern und Jugendlichen eine Trainingsmöglichkeit zu bieten.

Einstimmiger Beschluss freut neuen Skaterverein. Grundstücke werden gesucht.

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07. November 2019, 15:05 Uhr

Eutin | Kurzfristig glich der Jugend- und Kulturausschuss der Stadt der Gründersendung „Höhle der Löwen“: Nachdem Stephan Barnstedt gemeinsam mit Skatern dem Ausschuss vom jungen Verein „Drop in“ und dessen Ansinnen, einen neuen Skater-Park in Eutin gemeinsam mit den Verantwortlichen zu planen, um eine olympische Sportart aus dem Randbereich zu holen und Jugendlichen, die nicht im Hand- oder Fußball ihr Glück finden, eine sportliche Alternative zu bieten, kam Eutin-08-Vorsitzender Eddy Schultz zu Wort. „Ich biete euch an, euch als Sparte einem Verein anzuschließen, dann seid ihr versichert und habt braucht euch sonst um all das andere mit Finanzamt und ähnlichem nicht zu kümmern. Das übernimmt dann der Verein. Und 60 neue Mitglieder auf einmal wären auch nicht schlecht“, schob er mit einem Augenzwinkern nach.

Barnstedt hatte zusammen mit Julian Lauber, dem zweiten Vorsitzenden des in Gründung befindlichen Vereins und selbst Skater sowie Jannes Koch von den Wünschen gesprochen und die Defizite des fast 20 Jahre alten Platzes an der Blauen Lehmkuhle aufgezeigt. Neben der fehlenden Beleuchtung, sei dieser gefährlich und nicht für Anfänger zu fahren, außerdem abschüssig und zu klein. „Die jungen Menschen haben Lust etwas zu tun und wir haben aus dem Stand 60 Mitglieder, die mitmachen wollen“, sagte Barnstedt. Neben Skateboardfahrern soll der Platz auch für Scooter und BMX nutzbar sein. Trainings für Kinder und Jugendliche sollen angeboten werden, ein Unterstand würde benötigt für Materialien und der größte Wunsch wäre, den Platz im Seepark unweit des Spielebandes zu schaffen. Das könnte derzeitige Probleme dort lösen, so Barnstedt. Studien aus Schweden und England besagten einen hohen Rückgang von Vandalismus und Jugendkriminalität in Städten mit Skateangeboten.

Politik für neue Anlage

Die Fraktionsvertreter von CDU, Grünen und FDP begrüßten die Idee eines neuen Skaterparks in Eutin, auch die Seepark-Idee fand Anklang. „Es ist ein cooles Projekt, was Kinder und Jugendliche erreicht, wo wir noch eine Lücke haben in Eutin“, sagte Annette Granzin (Grüne) und betonte den präventiven Gedanken. Bürgermeister Carsten Behnk bedauerte den „Murks, der offenbar vor Jahren mit Steuergeldern geschaffen wurde“ und befürwortete es Leben am Abend in den Seepark zu bekommen und die zu verdrängen, die eher das Dunkle suchen. Aber er sehe Probleme an einer Gestaltungsveränderung, da der Seepark mit Fördermitteln finanziert im Sanierungsgebiet liegt. Der Beschluss, einen geeigneten Ort zu ermitteln aus der Wunschliste, die die Vereinsmitglieder vorgelegt hatten, wurde einstimmig gefasst.

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