zur Navigation springen

Eutin : Stadt soll Gartenschau als Motor nutzen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Einen besonderen Blick auf die Innenstadt haben Experten des städtebaulichen Denkmalschutzes, die sich in der Kreisstadt zu einer Tagung treffen.

Leerstand im Geschäftsbereich der Peterstraße sticht Eutins Besuchern in die Augen – dass die oberen Etagen vieler Innenstadthäuser ebenfalls ungenutzt sind, fiel der Expertengruppe für städtebaulichen Denkmalschutz auf, die sich bis gestern erstmals in Eutin traf, um die Stadt bei Vorhaben der geplanten Stadtsanierung zu beraten.

Der Vorschlag der Experten, um dem Leerstand entgegenzuwirken: Es müsse einen Kümmerer geben, ähnlich wie in anderen Städten ein Quartiersmanager.


Bahnhofsvorplatz muss verändert werden


Als deutlichen Mangel deklarierten die Experten den Zugang vom Bahnhof in die Innenstadt. Professor Gerd Weiß, Vorsitzender der Expertengruppe: „Da landet man als nicht Ortskundiger einfach auf einem Gelände, das der Telekom gehört.“ Auch der Bahnhofsvorplatz müsse als Platz neu gestaltet werden, dem werde mit den aktuellen Planungen aber Rechnung getragen.

Außerdem sehen die Experten Defizite in der Gestaltung. Das Stadtbild sei verbesserungswürdig: Plätze dürften nicht „überdesignt“ werden, damit die Architektur noch wirken könne. Bei anstehenden Entscheidungen empfahlen sie, einen Gestaltungsbeirat einzuberufen.

Die Anbindung zum Wasser und die vielen kleinen Gässchen und Twieten, die in die Innenstadt führen, empfanden die Experten ebenfalls als verbesserungswürdig. Weiß: „Die Querverbindungen in die Innenstadt müssen aufgewertet werden, um das Umfeld attraktiv zu gestalten. Nur so kann ich als Besucher die Stadt erfahren.“

Aus Sicht der Experten sollten bei allen anstehenden Maßnahmen Prioritäten gesetzt werden. Die anstehende Landesgartenschau könne dabei ein guter Motor sein, dessen Antrieb auch im Folgejahr für die Sanierung weiter genutzt werden müsse. Der Nordgarten, wie die historische Bezeichnung des Parkplatzes am Schloss ist, solle nach Empfehlung als solcher wieder erlebbar sein. Für die Landesgartenschau wird der Bereich umgestaltet, ob danach die Fläche zwischen Wasser und Schloss wieder zum Parken genutzt werden kann, blieb bisher offen. Experte Thomas Dienberg: „Eutin wäre gut darin beraten, hier die Aufenthaltsqualität zu steigern und die Fläche am Wasser neu zu gestalten.“


zur Startseite

von
erstellt am 19.Mär.2015 | 15:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen