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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 14:02 Uhr

Eutin : Stadt mietet Redderkrug

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Gastronom Andreas Maaßen und die Stadt Eutin sind sich einig geworden: Appartements des Hotels sollen für Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden.

Außerhalb der Saison ist das Leben für einen Hotelbetrieb am Rande Eutins ein schweres. Redderkrug-Inhaber Andreas Maaßen suchte deshalb nach Alternativen und sprach vor rund drei Monaten mit der Stadt Eutin, die seit Sommer händeringend Wohnraum für die zahlreichen Flüchtlinge braucht. Aus der Anfrage wurde ein Kooperationsvertrag. Andreas Lietzke, Büroleiter im Rathaus, bestätigt: „Die Stadt hat ab 1. Januar den Redderkrug ohne Restaurantbereich gemietet.“

Eine Anwohnerversammlung, in der Details zum Vorhaben und der Unterbringung bekannt werden sollen, ist für den 20. Januar um 19 Uhr im Redderkrug geplant. Die Einladungen dazu sollen in der nächsten Woche verschickt werden.

Das direkte Umfeld des Hotels wisse es schon, sagt Maaßen. Er als Gastronom stehe dem Flüchtlingsthema sehr positiv gegenüber. „In meinem Stammbetrieb in Hemmelsdorf habe ich einen Kurden und einen Jesiden angestellt, das sind tolle Mitarbeiter. Unserer Branche fehlen Fachkräfte.“ Seine Hoffnung: „Dass viele der Flüchtlinge Arbeit in diesem Bereich finden.“

Der Redderkrug komme jetzt seiner früheren Bedeutung als Beherbergungsstätte wieder nach, sagt der 46-Jährige, der den Redderkrug 2007 übernommen hat. 56 Betten habe er in 24 Wohnungen, die für einen Hotelbetrieb heutzutage allesamt zu groß seien. Maaßen: „Um den Hotelbetrieb heutzutage betriebswirtschaftlich zu führen sind rund 60 Zimmer vonnöten.“ Er habe mit seiner Frau die gleiche Arbeit, aber weniger Zimmer.

Maaßen: „Für den Restaurantbetrieb prüfen wir derzeit verschiedene Konzepte. Wir wollen sehen, wie es in der Region angenommen wird.“ Die Kooperation habe für alle etwas Gutes.

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erstellt am 29.Dez.2015 | 19:26 Uhr

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