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Hilfe für die Helfer : Stadt gibt Eutiner Tafel Finanzhilfe

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die finanziell bedrängte Eutiner Tafel kann für die Zukunft mit einem kräftig erhöhten Zuschuss der Stadt rechnen. Der Sozialausschuss billigte mit großer Mehrheit eine jährliche Zahlung von 4500 Euro für die Arbeit der Tafel.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Schatzmeisterin Alexandra Meemann fiel ein Stein vom Herzen: Die finanziell bedrängte Eutiner Tafel kann für die Zukunft mit einem kräftig erhöhten Zuschuss der Stadt rechnen. Der Sozialausschuss billigte mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme aus der FDP eine jährliche Zahlung von 4500 Euro für die Arbeit der Tafel.

Dieser eindeutigen Entscheidung ging allerdings eine längere Diskussion voraus. Schatzmeisterin Meemann begründete noch einmal den Antrag der Tafel, die städtische Unterstützung von bisher 900 auf 4500 Euro zu erhöhen. Erhebliche Kostensteigerungen für Gebäude und Transport sowie rückläufige Einnahmen bei Spenden gefährdeten die künftige Versorgung bedürftiger Menschen durch die Tafel mit Lebensmitteln. Meemann: „Ohne Zuschuss ist es für uns nicht mehr machbar, die Kosten alleine zu tragen.“

Hanjo Iwanowitsch (SPD) sprach sich vehement für eine Zustimmung aus: „Es ist doch eine gesellschaftliche Aufgabe, den Menschen zu helfen, die sich bei der Tafel etwas zu essen holen. Wenn Wirtschaftsunternehmen sich daraus zurückziehen, dann muss die öffentliche Hand etwas tun.“

CDU-Fraktionschef Matthias Rachfahl rief dazu auf, auch die anderen Gemeinden, deren Einwohner von der Eutiner Tafel gut hätten, in die finanzielle Verantwortung zu nehmen. Außerdem sollte die Stadt die Tafel beim Werben neuer Sponsoren prominent unterstützen. Massiv kritisierte Rachfahl die Verwaltungsvorlage zu dem Thema, in der die Mehrkosten für die Tafel fälschlich mit einem Defizit gleichgesetzt worden sei. „Wir brauchen belastbare Zahlen“, mahnte der CDU-Politiker.

Marion Zabel (FDP) befürwortete grundsätzlich den höheren Zuschuss an die Tafel, wollte ihn aber in zwei Raten gestückelt sehen. Kathrin Pitzner (CDU) plädierte für eine Überprüfung der Zuschusshöhe. In der Abstimmung gab es eine breite Mehrheit aus SPD, CDU, Grünen und FWE für die jährliche Fördersumme von 4500 Euro für die Tafel. Sie versorgt derzeit regelmäßig 655 Personen aus Eutin und umliegenden Gemeinden sowie rund 200 Tagesbesucher.

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