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Ascheberg : Staatsanwalt: Landwirt soll nach Amokfahrt dauerhaft in Psychiatrie

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Mit seinem Trecker brachte er Menschen in Gefahr und zerstörte zehn Fahrzeuge – davon fünf der Polizei.

Kiel/Ascheberg | Wegen einer Amokfahrt mit seinem Traktor soll ein 53 Jahre alter Landwirt aus dem Kreis Plön nach dem Willen der Staatsanwaltschaft dauerhaft in die Psychiatrie. Der Beschuldigte leide unter isolierten Wahnvorstellungen, sagte der Staatsanwalt am Freitag vor dem Kieler Landgericht. „Er weiß, was er tut, aber sieht das Unrecht nicht ein.“

Der Landwirt war am 4. Mai 2016 mit seinem Traktor ausgerastet, nachdem Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes seine Kühe auf seinem Hof in Ascheberg (Kreis Plön) markiert hatten.

Dem Staatsanwalt zufolge handelte der Mann „im Zustand der Schuldunfähigkeit“, als er mehrere Fahrzeuge attackierte und zum Teil total beschädigte. Der Traktor schlitzte demnach auch einen mit drei Beamten besetzten Einsatzwagen auf. Der Staatsanwalt wertete das in seinem Plädoyer als ein versuchtes Tötungsdelikt. Ein Tierarzt soll bei der Amokfahrt einen Bruch des Brustbeins erlitten haben. Die Beamten hatten die Tierärzte begleitet, die eine Amtsanordnung umsetzten sollten. Gegen diese Ordnungsverfügung soll sich der Landwirt schon früher gewehrt haben.

<p>Insgesamt ramponierte der Landwirt fünf Polizeiwagen.</p>

Insgesamt ramponierte der Landwirt fünf Polizeiwagen.

Foto: Daniel Friederichs
 

Die Verteidigung soll am 17. Februar plädieren, danach ist das Schlusswort des Angeklagten vorgesehen. Der stimmte nach Angaben eines Verteidigers am Freitag zu, sich einer gesetzlichen Betreuung zu unterstellen und auf einem Demeterhof einer Therapie zu unterziehen.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 17:31 Uhr

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