St. Marien fliegt mit nach Australien

Mit einem Gemälde von Johannes Langer  fliegt Regina Schön  nach Australien.
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Mit einem Gemälde von Johannes Langer fliegt Regina Schön nach Australien.

Regina Schön schenkt ihrem Sohn in Australien zur Hochzeit ein Gemälde

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06. November 2013, 00:31 Uhr

Die Frage, was man eigenen Kindern zur Hochzeit schenkt, ist meistens nicht einfach zu beantworten. Für Regina Schön aus Eutin kommt mit Blick auf ihren Sohn noch eine besondere Herausforderung hinzu: Er lebt seit 13 Jahren in Canberra in Australien.

Die Frage nach einem passenden Hochzeitsgeschenk bewegte die Eutinerin schon länger, mit der Kenntnis des Hochzeitstermins 7. Dezember wurde eine Antwort drängender. Eine echte Überraschung sollte es für diesen besonderen Tag schon sein, aber ein sperriges großes Geschenk kam nicht in Frage. Es sollte möglichst ins Handgepäck für den 25-stündigen Flug nach Canberra passen.

Die Gedanken Regina Schöns gingen viele Jahre zurück in die Zeit, als sie ihren Sohn im Elisabeth-Krankenhaus geboren hat und wie er einige Tage später in der Marienkirche, nur wenige Meter neben dem Krankenhaus, getauft worden ist.

Und so hatte sie plötzlich ihr Hochzeitsgeschenk vor Augen: Ein Gemälde der Kirche und ein Teil des Krankenhauses, in einem modernen, zeitgenössischen Stil gemalt.
Sie erinnerte sich an einige Bilder, die sie in einer Ausstellung gesehen hatte, lichtvoll, geradlinig und ausdrucksstark, ein wenig angelehnt an den Stil des Deutsch-Amerikaners Lyonel Feininger, der zahlreiche Gemälde in deutschen Kirchen hinterlassen hat. Und sie wusste, dass der Künstler dieser Ausstellung, Johannes Robert Rochus Langer, vor einigen Monaten von Scharbeutz nach Eutin gezogen war.

Langer, Designer im Ruhestand, malt überwiegend in der klassischen Öltechnik. Solche Bilder brauchen einige Wochen Trockenzeit. Regina Schön nahm rechtzeitig Kontakt mit Langer auf, nach dem Kennenlernen kam eine Besprechung mit dem Entwurf des Bildes, das vor ein paar Tagen fertige wurde. Der Kommentar der Auftraggeberin hat den Künstler besonders gefreut: „Herr Langer, das ist so schön, das würde ich am liebsten selbst behalten.“

Für den Flug wird die mittlerweile trockene Leinwand mit einer Trennfolie aufgerollt, in einer runden Papphülse kann Regina Schön das Kunstwerk als leichtes Handgepäck um den halben Globus transportieren. Der Künstler ist jetzt schon gespannt auf einen Bericht über die Reaktion in Canberra. Das Gemälde ist auf der Internetseite des Künstlers zu sehen.


www.Rochus-Art.de, „Neue Werke“

















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