Sportverein Süsel: Anforderungen verlangen Kunstrasenplatz

Sportler des Jahres 2016: (von links) Kevin Knust, Sabine Gollnick-Lull und Thorsten Cichowski-Stokke.
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Sportler des Jahres 2016: (von links) Kevin Knust, Sabine Gollnick-Lull und Thorsten Cichowski-Stokke.

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17. März 2017, 17:32 Uhr

Ehrungen von erfolgreichen Sportlern und langjährigen Mitgliedern nahmen jüngst bei der Jahresversammlung des Turn- und Sportvereines (TSV) im Sportlerheim einen breiten Raum ein. Der Vorsitzende des mittlerweile 710 Mitglieder zählenden Vereines, Holger Böttcher, sprach vor 85 Anwesenden von einem besorgniserregenden Zustand des von Maulwurfshaufen übersäten Sportplatzes in Süsel: Die Gemeinde sei um eine schnelle Lösung gebeten worden, der Bürgermeister habe empfohlen, den Sportplatz in Bujendorf und auch die Bolzplätze in Zarnekau, Fassensdorf und Bockholt fürs Training zu nutzen.

Fußballer und Footballer brauchten aber, betonte Böttcher, für ein vernünftiges Training ohne hohes Verletzungsrisiko keinen Bolzplatz, sondern einen Sportplatz. Der 45 Jahre alte Rasenplatz in Süsel müsse dringend saniert werden, angesichts der starken Belastung komme nur ein Kunstrasenplatz in Frage. Im übrigen sei der Gemeinde die Situation des Sportplatzes seit 2006 bekannt.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Swantje Meininghaus berichtete, dass die Gemeinde ein Entwicklungskonzept für die kommunalen Sportstätten bei der Kieler Universität in Auftrag gegeben habe. Das Ergebnis sei bis Ende Oktober zu erwarten und werde dann umgehend veröffentlicht.

Mit Blick auf den TSV Süsel würdigte Meininghaus das ehrenamtliche Engagement, und sie sprach von wachsenden Herausforderungen für die Vereine bei ihren Angeboten: Es sei nicht immer leicht, nachmittags eine Sportart anzubieten, da immer mehr Kinder in Offenen Ganztagsschulen betreut würden und ihre Lust abnehme, anschließend noch Sport zu treiben.

Aber: Die Gesellschaft werde immer älter und die Nachfrage nach sportlichen Aktivitäten vor Ort wachse. Das sei auch eine Herausforderung für die finanzschwache Gemeinde bei der Unterhaltung von Sportstätten.

Rolf Röhling, Vorsitzender des Kreissportverbandes, bekundete seine Begeisterung über das Vereinsheim in Süsel, das im Kreisgebiet und darüber hinaus seinesgleichen suche. Röhling erwähnte die Einführung von Kontoführungsgebühren durch die Sparkasse Holstein, die damit dem Beispiel aller anderer Sparkassen gefolgt sei, und er wies auf die Möglichkeit hin, dass auch der Kreissportverband Zuschüsse für Investitionen gewähren könne.

Klaus Bischoff stellte sich als neuer Vorsitzender des Kreisfußballverbandes vor, mit dem Fußball sei er aber schon seit 50 Jahren in verschiedenen Funktionen vertraut. Bischoff berichtete von einer Spielklassenreform, durch die es keine Kreisgrenzen mehr gebe. Damit kämen auf viele Mannschaften längere Fahrwege und damit auch höhere Kosten zu.

Einstimmig erfolgten Vorstandswahlen: Lars Hellwig wurde als 2. Vorsitzender, Inge Krebs als Schriftführerin wiedergewählt. Die Aufgabe erfüllt sie seit 25 Jahren, sie ist damit dienstältestes Vorstandsmitglied. Peter Gau wurde als Geschäftsführer des Vereinsheimes bestätigt.





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