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Aufgeheizte Stimmung in Süsel : Sportplatz bebauen? Zarnekau ist entsetzt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein Prüfantrag der Süseler CDU für das Gelände am Dörphuus heizt Emotionen kräftig an. Adrianus Boonekamp bestätigt: Wohnbebauung und Container für Flüchtlinge sind für ihn denkbar.

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 13:18 Uhr

Es war ein kurz formuliertes Ansinnen zum Ende der Süseler Gemeinderatssitzung vergangene Woche, aber es hatte Sprengkraft: CDU-Sprecher Adrianus Boonekamp stellte den Antrag, dass eine Wohnhausbebauung auf dem Gelände am Zarnekauer Dörphuus geprüft werden sollte, auf dem ein Spielplatz und ein Bolzplatz sind. Das hat in dem
Ort für große Aufregung gesorgt und war Sonnabend Hauptgesprächsstoff bei einem Tannenbaumbrennen der Jugendwehr.

Dabei kursierte ein Gerücht: Die Gemeinde suche einen Standort für Container zur Unterbringung von Flüchtlingen. Und so sei der Antrag der CDU gemeint.

Im OHA-Gespräch bestätigte Boonekamp, dass er das Aufstellen von Wohncontainern vorgeschlagen habe, wenn in der Gemeinde der Wohnraum für die wachsende Zahl von Flüchtlingen nicht mehr reiche. Wenn der Flüchtlingsstrom kleiner werde, könnten die Container auch wieder abgebaut werden.

Neben der Suche nach einem Container-Standort, bei der er Zarnekau nicht ausschließe, sehe er aber auch ein riesiges Grundstück am Dörphuus, das der Gemeinde gehöre. Angesichts der finanziellen Situation sollte geprüft werden, ob man solche Grundstücke zum Baugebiet machen und verkaufen könne.

Nach Auskunft der Verwaltung prüfe derzeit ein Ingenieurbüro alle freien Flächen in der Gemeinde auf Bebaubarkeit, auch das Gelände am Dörphuus. Wenn dort eine Bebaubarkeit bejaht werde, könne die Diskussion beginnen, ob ein Wohngebiet dort sinnvoll sei oder ob wirklich das ganze Gelände freigehalten werden müsse.

Die amtierende Bürgermeisterin Swantje Meininghaus (SPD) ist über die so angeschobene Diskussion nicht glücklich: Durch einen solchen Antrag werde eine Atmosphäre der Angst geschaffen. Sowohl in Hinsicht auf ein Baugebiet als auch auf die Aufstellung von Container halte sie es für sinnvoll, vorher mit Dorfschaft und der Feuerwehr zu sprechen.

In Zarnekau selbst ist man zwar gelassen, aber auch kampfbereit: Dorfvorsteherin Bärbel Krauskopf und Ortswehrführer Maik Kramp haben klar Position gegen eine Bebauung bezogen. Seite 3

 

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