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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 02:51 Uhr

Sporthalle: SPD sieht letzte Chance

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neue Grundstücke: SPD will anderen Standort der geplanten Dreifeldhalle, die nach bisherigen Beschluss am Güterbahnhof stehen soll

Im morgigen Schulausschuss startet die SPD-Fraktion abermals den Versuch den Beschluss, die neue Sporthalle für Schul- und Vereinssport am ehemaligen Güterbahnhof, zu kippen. Warum? „Wir wollen die letzte Chance wahrnehmen, denn wir halten den Standort nach wie vor für ungeeignet und er findet weder bei der Wilhelm-Wisser-Schule noch bei der Schulaufsicht Rückhalt“, sagt Ausschussvorsitzender Hanjo Iwanowitsch.

Der Antrag seiner Fraktion zielt nun nicht auf eine erneute Abstimmung im öffentlichen Ausschuss ab, sondern strebt einen nichtöffentlichen Arbeitskreis bestehend aus Schulausschussmitgliedern sowie Verwaltungs- und Schulvertretern an, die „zu einer für alle Fraktionen akzeptablen Konsenslösung“ kommen sollen. Iwanowitsch: „Wenn wir das Thema noch einmal diskutieren, kann das nur in einer nicht-öffentlich Runde klappen.“ Iwanowitschs Grund zur Hoffnung sei durch kürzlich bekanntgewordene Grundstücksalternativen direkt gegenüber der Wisser-Schule am Berg befeuert worden (siehe Infokasten). „Da ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, vielleicht müssen wir auch nochmal nachdenken, wie wir die Wisser-Schule komplett neu konzipieren können“, sagte Iwanowitsch. Einen Zeitverlust nehme er dafür in Kauf. „Wir warten dann zwar vielleicht ein ganzes Schülerleben lang, bis wir eine neue Halle haben, aber was ist das im Vergleich zu Schülergenerationen, die nicht in einer zukunftsfähigen, modernen Schule unterrichtet werden können?“, fragt Iwanowitsch.

Allerdings hält sich der Redebedarf der anderen Ausschussmitglieder in Grenzen, wie eine Nachfrage ergab: „Wir haben keinen Gesprächsbedarf“, sagt Sascha Clasen (CDU) kurz und fügt hinzu, „wir bleiben bei unserem Beschluss“. Ebenso reagiert Jens-Uwe Dankert (FDP): „Wir bleiben bei unserer Meinung und stehen zum beschlossenen Standort. Eine weitere Verzögerung ist völlig unangemessen.“ Die zahlreichen Sportvereine freuen sich unwahrscheinlich auf die Halle an diesem Ort, so Dankert. Christiane Balzer (Grüne) hält den Antrag „schlichtweg für überflüssig“. Es gebe keine neuen Erkenntnisse, die Anlass geben würden, darüber neu nachzudenken. „Ganz im Gegenteil, denn mit dem neuen Schulwegerlass und einer möglichen Tempo-30-Zone werden die großen Bedenken, die Schule geäußert hat, abgemildert“, betont Balzer. Für sie als Grüne stehe im Vordergrund, nun endlich nach dem Raumbuch für die neue Sporthalle schnellstmöglich das Raumbuch für die Schule am Berg anzugehen. Balzer: „Ob die Wilhelm-Wisser-Schule mal drei- oder vierzügig entwickelt, wird auch von der Attraktivität an diesem Standort abhängen.“

Bürgermeister Carsten Behnk geht selbst nicht davon aus, dass durch diesen Antrag der Ablauf der bisherigen Planungen in der Sache gestört werde. „Das ist der wiederholte Versuch, gefasste Beschlüsse wieder einzufangen und das ist nicht erfolgsversprechend.“

Der Schulausschuss tagt morgen ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Weitere Themen sind das Raumbuch, das für die Turnhalle beschlossen werden soll sowie die Entwicklung der Sportanlage am Waldeck, wenn Eutin 08 aufsteigt. Außerdem wird der Haushalt für 2017 diskutiert, sowie Zuschussanträge.

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erstellt am 05.Feb.2017 | 00:21 Uhr

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