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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 08:17 Uhr

Sporthalle soll 7,5 Millionen kosten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Planer: Grundstück hat besondere Anforderungen / Gebäude soll sich ins Gelände „eingraben“ / Brandschutzkonzept in Arbeit

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 00:37 Uhr

Es wurde intensiv über den Standort der geplanten Dreifeldsporthalle am alten Güterbahnhof diskutiert – am Mittwochabend ging es seit langem erstmals um die Halle an sich: Ralf Guse vom Architekten-Büro DHBT aus Kiel stellte im Bauausschuss die Planungen für Eutins neue Sporthalle vor.

„Eine konventionelle Dreifeldhalle funktioniert auf dem Grundstück nicht“, machte Guse deutlich. Die eigentliche Grundstücksgrenze täusche darüber hinweg, dass der Hang zu den angrenzenden Nachbargebäuden in der Elisabethstraße deutlich vor der Grenze beginne, auf der anderen Seite grenze die Gleisanlage. „Außerdem ist es einer der höchsten Punkte Eutins und wir wollen die Stadtansicht mit einer neun Meter hohen Halle nicht verbauen, sondern ein Geschoss in die Erde eingraben“, sagte Guse. So sei sie ganz „bescheiden“.

Wie soll die Halle strukturiert sein? Der Eingangsbereich inklusive Mehrzweckraum sollen vom derzeitigen Busbahnhof zugänglich sein. Vor der Halle an dieser Seite sind 120 Fahrradstellplätze und 65 Parkplätze geplant.

Die sechs geplanten Umkleiden inklusive Sanitärräumen sind ebenfalls im ebenerdigen Geschoss geplant, auch der Zugang zur Tribüne, die sich mit etwa 200 Sitzplätzen auf der Seite zur Elisabethstraße erstreckt. Ein Fahrstuhl verbindet neben mehreren Treppenanlagen das Erdgeschoss mit dem Untergeschoss. Dort sind (unter den Umkleiden und der Tribüne) zahlreiche Technik- und Geräteräume geplant. Der Zugang zur Halle – teilbar in drei Felder – erfolgt ebenfalls vom Untergeschoss aus. Hinter der Halle in Richtung Albert-Mahlstedt-Straße ist der Wendeplatz für die Feuerwehr geplant, sonst Rasen. Die Zuwegung der Fußgänger soll aus dieser Richtung mittels Treppenturm erfolgen (wir berichteten).

Aber: „Das Budget ist nicht groß. Es wird eine gute, wohl proportionierte aber keine megaschicke Halle“, machte Guse deutlich. Von der Fassade werde ablesbar sein, welche Funktionen dahinter sind. Das Grundstück stelle komplexe Ansprüche an die Planer, das spiegele sich auch in den Kosten: 7,5 Millionen Euro schätzte Guse am Mittwochabend. Nur einige der besonderen Kostengründe: belasteter Boden, „eingraben“ der Halle, das Grundstück muss erschlossen werden und sei nicht mit Fernwärme zu beheizen, besondere Schallschutzanforderungen an die Fassade in Richtung der Gleise, damit die ankommenden Züge nicht bis in die Stadt schallen. Einen optischen Trick hat sich der Planer einfallen lassen, der bei den Ausschussmitgliedern gut ankam: „Wir verstecken in einem abgesenktem Dachabschnitt die ganze Belüftung und Technik, so dass das nicht auf dem Dach zu sehen ist.“ Läuft alles nach Plan, könne 2018 mit dem Bau begonnen werden und dieser 2019 fertig sein. Guse: „Diese Bauzeit ist nur mit einem Fertighallenbauer zu gewährleisten, das würden wir empfehlen.“ Auf die Frage nach den brandschutzrechtlichen Bestimmungen räumte Guse ein, dass eine Umfahrung des Gebäudes von der Feuerwehr nicht möglich sei. Laut Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt sei dies aber auch nicht nötig, „die Planungen laufen derzeit“, hieß es dazu. Aus der Halle selbst gebe es jeweils zwei Wege per Treppe ins Freie.

Wie geht es jetzt weiter? Der Planer hätte eigentlich gern schon Mittwochabend ein mehrheitliches „okay“ mit nach Kiel genommen, um weiter arbeiten zu können. Damit ist allerdings erst in der nächsten Bauausschusssitzung im März zu rechnen, da die Ausschussmitglieder die Pläne erst in den Fraktionen besprechen wollen. Tilo Hegenberg (Grüne) bat außerdem um einen Phasenplan, der detailliert Aufschluss darüber gibt, was als nächstes für Entscheidungen anstehen, sowie Erklärungen, was für den Klimaschutz getan werden könne bei dem Neubau.

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