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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 02:17 Uhr

Spontaner Trip nach Krakau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zwei Fußballer fuhren zum Finale der Handball-Europameisterschaft und erlebten den deutschen Erfolg live

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 16:39 Uhr

„Das werden wir nie vergessen. Das waren Emotionen pur“, schwärmte Edwin „Eddy“ Schultz, der gemeinsam mit Thorsten Jakubenko das Handball-Wintermärchen in Polen live vor Ort erlebte. Die beiden sportverrückten ehemaligen Kicker von Eutin 08 entschieden sich erst am Sonnabend bei einem Fußballspiel ihrer Söhne mit der A-Jugend der SG Eutin/Malente, die knapp 1000 Kilometer lange Reise zu wagen. Sie buchten spontan im Internet die Tickets. Um
5 Uhr morgens starteten Schultz und
Jakubenko ihren Trip und kamen um
13 Uhr am Ziel an.

Eher zufällig hatten sie sich das Hotel ausgesucht, in dem auch die deutsche Mannschaft logierte. „Aber von den Spielern war zu dem Zeitpunkt noch nichts zu sehen“, erzählt Schultz. Dafür hatten die Beiden in der Halle fast hautnahen Kontakt zu der Mannschaft. „Schon das Aufwärmen war beeindruckend. So konzentriert und entschlossen wie die Spieler vor der Partie wirkten, konnten sie eigentlich nur gewinnen“, erzählt Schultz. Und so feierten die beiden Handball-Fans jedes Tor und jede Parade des deutschen Torhüters Andreas Wolff frenetisch. „Die ganze deutsche Bank ist bei jeder gelungenen Aktion aufgesprungen und hat gepuscht. Ein absolutes Gänsehautfeeling.“ Nach dem Schlusspfiff kannte
der Jubel auf dem Spielfeld und auf den Rängen keine Grenzen.

„Die Mannschaft ist sofort zu uns Fans gelaufen und hat sich für die Unterstützung bedankt. Dieser Umgang mit den Zuschauern war für uns das Beeindruckendste. So etwas würde man im Fußball nie erleben. Sogar der Bundestrainer hat uns die Hände geschüttelt. Von dieser Nähe zu den Fans können sich viele Sportarten eine ganz dicke Scheibe abschneiden“, meinte Schultz. Gut eineinhalb Stunden dauerte die Feier, bei der sich Spieler wie Zuschauer immer wieder in den Armen lagen.

Am Montagmorgen machten sich Jakubenko und Schultz wieder auf die lange Rückfahrt und schwärmten während der gesamten Tour von dem Erlebten. „Auch wenn uns einige für verrückt erklärt haben, wir würden sofort wieder losfahren. Das war ganz großer Sport. Wir haben uns sogar schon ausgemalt, die Handballer bei Olympia in Rio anzufeuern“, sagt Eddy Schultz, der Stunden nach der Rückkehr noch völlig euphorisiert war.

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