Musiker gesucht : Spielmannszug Süsel kämpft ums Überleben

Der Spielmannszug war vier Jahrzehnte eine feste Größe bei den  Süseler Feuerwehren, hier ein Foto beim Gemeindefeuerwehrfest 2010 in Bujendorf. Jetzt kämpft er ums Überleben.
Der Spielmannszug war vier Jahrzehnte eine feste Größe bei den Süseler Feuerwehren, hier ein Foto beim Gemeindefeuerwehrfest 2010 in Bujendorf. Jetzt kämpft er ums Überleben.

Der Spielmannszug der Süseler Feuerwehren steckt in einer tiefen Krise: „Zum ersten Mal in diesem Jahr haben wir alle Auftritte außerhalb der Gemeinde Süsel abgesagt“, berichtet die Leiterin Rita Struck.

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03. März 2014, 10:46 Uhr

Im Januar vorigen Jahres wurde das 40-jährige Bestehen gefeiert und ein optimistischer Blick in die Zukunft geworfen. 13 Monate später steckt der Spielmannszug der Süseler Feuerwehren in einer Krise: „Zum ersten Mal in diesem Jahr haben wir alle Auftritte außerhalb der Gemeinde Süsel abgesagt“, berichtet die Leiterin Rita Struck.

Neun aktive Musiker und sieben hochmotivierte Jugendlichen seien für einen regulären Spielbetrieb zu wenig. Zurzeit fehlten weitere Mitglieder, die vor allem die großen Instrumente wie Pauke und Becken, aber auch die Stabführung übernehmen könnten. Rita Struck: „Wir brauchen in erster Linie Erwachsene, die entweder schon Spielerfahrung haben oder dies bei uns lernen möchten.“

In der Jahresversammlung des 1973 gegründeten Spielmannszuges rief Rita Struck dieser Tage die Mitglieder auf, alles für den Weiterbestand des Spielmannszuges zu unternehmen. Gemeindewehrführer Kai Nagel und der stellvertretende Bürgermeister Adrianus Boonekamp bekundeten ihren Willen, die Spielleute dabei zu unterstützen.

Dazu Rita Struck realistisch: „Die einzige Unterstützung, die helfen kann, sind neue Mitglieder. Interessierte sind daher herzlich willkommen. Übungsabend ist immer Dienstag ab 18 Uhr außer in den Ferien im Feuerwehrhaus in Röbel.“

Neben der ernüchternden Bestandsaufnahme und einem Blick auf die Tätigkeiten des vergangenen Jahres gab es in der Versammlung auch erfreuliche Momente: Kurt Gradert wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft im Spielmannszug geehrt, Karl-Heinz Wulf für 30 Jahre.

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