Spezial-Kamera für Gemeindewehr

Während die Silhouette von Kasseedorfs Gruppenführer Marc Hendrik Kramp vor den dunklen Uniformen verschwimmt, zeigt die Wärmebildkamera eindeutig den Umriss einer Person.
Während die Silhouette von Kasseedorfs Gruppenführer Marc Hendrik Kramp vor den dunklen Uniformen verschwimmt, zeigt die Wärmebildkamera eindeutig den Umriss einer Person.

Wärmebildkamera kann in Kasseedorf Leben retten / Feuerwehr setzt Gespräche an Haustüren zur Gewinnung neuer Mitglieder fort

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11. Mai 2018, 17:00 Uhr

Auf ein wichtiges Hilfsmittel mehr können die Ortswehren der Gemeinde Kasseedorf zugreifen. Gemeindewehrführer Lennart Hamel übergab kürzlich eine Wärmebildkamera an Ortswehrführer Andreas Scharrenberg. In dem dort stationierten Mehrzweckfahrzeug wird die Kamera zukünftig zu finden sein und so bei Einsätzen in der gesamten Gemeinde zur Verfügung stehen.

Das ganz einfach nur mit dem Daumen zu bedienende Hightech-Gerät ermöglicht es schon bei der ersten Erkundung den Brandherd durch geschlossene Wände zu ermitteln. Aber auch während des Löschangriffs hilft es dem Angriffstrupp Glutnester zu finden, durch Türen hindurch zu schauen und Menschen in verrauchten Räumen schneller zu finden.

Weitere hilfreiche Dienste leistet die Wärmebildkamera auch zur Beurteilung der Gefahrenlage bei Schornsteinbränden oder nach Auslösung von Brandmeldeanlagen. 5700 Euro hätte eine Neuanschaffung die Gemeinde Kasseedorf gekostet. Die gebrauchte Kamera schlägt nur mit 1000 Euro zu Buche, belastet aber dennoch nicht den Gemeindehaushalt. Das Asphaltmischwerk Eutin in Stendorf übernahm auf Anfrage des Gemeindewehrführers die Anschaffung und gab die Kamera als Spende weiter.

Auch zur Personensuche kann die Wärmebildkamera eingesetzt werden. Bei der Suche nach neuen Kameraden für die drei Ortwehren wird sie jedoch keine Unterstützung sein. Hierzu werden die Ortswehrführer, unterstützt von Kameraden und Gemeindevertretern, in den kommenden Wochen ihre „Eimer-Aktion“ in Kasseedorf und Sagau fortsetzen, kündigte Lennart Hamel an. Haushalte mit Männern und Frauen im einsatzfähigen Alter erhalten im Rahmen eines Haustürgespräches einen roten „Löscheimer“ verbunden mit der Bitte als Aktiver in die Freiwillige Feuerwehr einzutreten, damit die Eimer nicht zum Einsatz kommen müssen.

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