Sperrungen spalten die Eutiner

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Nach Stadtbucht und Seepark ist nun auch der Schlossgarten bis zur Landesgartenschau gesperrt – momentan der Aufreger in Eutin. Auf seiner Facebook-Seite hat der Ostholsteiner Anzeiger gefragt: Was sagen die Menschen dazu? Hier eine Auswahl der Kommentare.

shz.de von
06. Mai 2015, 10:54 Uhr

Klaus-Peter Lundius: „Veränderungen müssen ja nicht schlecht sein, aber alles auf einmal? Man hätte vielleicht vor Jahren schon damit beginnen müssen, Eutin attraktiver zu machen. Nun verärgern wir uns auch noch die letzten Gäste, die genervt durch die Stadt laufen, weil Hinweisschilder nicht verändert worden sind, welche beispielsweise zu der Eutiner Seefahrt oder dem Kleingolfplatz hinweisen. Sie stehen vor Absperrgitter und wissen nicht weiter. Es muss doch irgendjemand für die Planung zuständig sein. Kann man so was vergessen? Ich finde es nur schade, wie man mit den Gästen und vor allen mit den Eutiner Bürgern so umgeht.“

Nicole Müller-Dorok: „Die jetzigen Touristen fühlen sich veräppelt und was ist mit uns? Warum werden wir denn nie vorher gefragt? Die alten Leute, Mütter und Hundehalter? Ich finde es eine Frechheit, uns wirklich so ins Abseits zu schieben. Warum dürfen wir mit unserer Steuer den Quatsch mit finanzieren, aber nicht daran teilhaben?! Die neuen Brücken im Schlossgarten wurden von irgendwelchen ‚Idioten‘ schon schön beschmiert. Ich bin gespannt, wie das ganze enden wird.“

Ellen Jansen: „Mich stört die Sperrung nicht. Dann gehe ich eben woanders spazieren. Am Kleinen Eutiner See ist es auch sehr schön.“

Monika Fehring: „Sehe ich genauso. Warum soll man sich nicht überraschen lassen, wie es im nächsten Jahr aussieht. Und nachdem, was bisher alles gestohlen wurde, ist es absolut verständlich, dass solche Maßnahmen in Kraft treten.“

Thorben Junge: „Wo gehobelt wird, fallen Späne  ... Die Gründe für die Schließung sind mehr als verständlich (Unfallgefahr/Diebstahl). So ist der Überraschungseffekt im neuen Jahr größer. Ich freu’ mich drauf. Ein paar Ideen und Lösungen von Seiten der LGS/Stadt/Bauamt wären schon toll. Wie kommen die Besucher der Festspiele zur Bühne? Kann man nicht prüfen, ob man die Riemannstraße bis zum Kreisel zur Einbahnstraße oder Fußgängerzone machen kann? So könnten Kinder, Eltern mit Kinderwagen und so weiter gefahrlos auf die Straße ausweichen. Und sollte es dafür schon Lösungen geben, wäre es toll, wenn die mal verständlich kommuniziert werden.“

Mo Ne: „LGS ist sehr schön für Eutin, wenn dann das Ergebnis stimmt im nächsten Jahr?! Finde es nur sehr übertrieben, dass zu viel gesperrt wird. Oder Veranstaltungen nicht machbar sind. Unsere Jugend hat nicht wirklich was davon. Parken ist auch nur noch auf kostenpflichtigen Parkplätzen möglich oder man parkt sehr weit weg. Radfahren ist ein Ding der Unmöglichkeit, nicht die lütten Zwerge (Kinder) zu vergessen. Für die ist es nicht so einfach, die sehen ,Baustelle’ – und eigentlich wollten die spielen.“

Christiane Pieper: „Mich nervt das mit den Parkplätzen auch tierisch. Ich muss morgens erst die Kinder in den Kindergarten bringen und dann zurück und aufs Rad umsteigen.“

Marlene Hahne: „Um es vorweg zu nehmen: Ich bin in Eutin aufgewachsen und seit 1969 Buten-Eutinerin. Grundsätzlich finde ich die Gartenschau gut und hoffe auf Nachhaltigkeit. Der Schlossgarten und der Seepark bedürften schon sehr lange einer Verjüngungskur. Auf einer professionellen Schlossgartenführung im Jahre 2011 habe ich nicht bekannt geben mögen, dass ich den Schlossgarten sehr gut kenne. Wo gebaut wird, sind auch Absperrungen aus Sicherheitsgründen, wegen möglichen Diebstahls und Vandalismus notwendig. Im Straßenbau muss auch gesperrt werden, teilweise mit erheblichen Umleitungen. Da dann aber das Auto genommen werden kann, meckert niemand! Die vorliegenden Baustellenpläne weisen Teilsperrungen aus. Vielleicht sollte nochmals bedacht werden, wie es Besuchern gestattet werden könnte, bestimmte Bereiche im Umfeld des Seeparks zu erreichen. Zum Beispiel den Minigolfplatz, den Seglerverein, den Tennisklub, die Sportplätze und die Badeanstalt. Fazit: Ich bin neugierig und werde die LGS besuchen.“

Marion Migula: „Der Weg vom Ruderverein zur Brücke muss freibleiben und es wäre auch möglich für die LGS-Verantwortlichen, den Weg frei zu lassen und nicht hartnäckig durchzusetzen, dass es für Kinder, Ältere und viele Menschen mehr zu echten Problemen kommen wird, dort nicht mehr entlang zu können! Und die Schlechtigkeiten der LGS für gut und notwendig zu halten, kann doch nur jemand, der davon profitiert und dem die Probleme anderer völlig egal sind. Das ist ja typisch, wer mit dran verdient, sollte sich nicht schlecht äußern. Und dann werden Gelder für teure Plakate verschwendet, um Absperrungen zu verhängen. Wäre mal sinnvoll, in Wegweiser zu investieren.“

Anika Ingenkamp: „Was mich prinzipiell stört, ist die Tatsache, dass die LGS als Steuerverschwendung und Minusgeschäft schon seit Jahren bekannt ist und sich nun auch noch Eutin mit einreiht. Man gebe bei Google nur mal ‚Landesgartenschau Steuerverschwendung‘ ein. Und zum Dank für die Geduld für die ganzen Einschränkungen, Sperrungen, mangelnde Parkplätze dürfen die Eutiner zur LGS dann auch noch saftige Eintrittsgelder zahlen. Mein Verständnis hält sich demzufolge stark in Grenzen.“

Helga Steuer: „Wir haben überhaupt kein Verständnis für die Sperrung. Der Weg aus Richtung Fissau zur Innenstadt ist gesperrt, und eine vernünftige Alternative gibt es nicht. Wir haben viele Menschen getroffen, die sehr erbost über diese Situation sind, und einige erzählten uns, dass sie aus Eutin wegziehen werden. Wir brauchen keine teure Gartenschau... wir wollen unser „normales“ Eutin, das irgendwann mal schön war. Auf alle Fälle werden wir uns keine Karte kaufen, wie auch der Rest unserer Familie.“

Sabine Lustig: „Als Bürger aus Teilen seiner Stadt ausgesperrt zu werden – wem wird das wohl gefallen. Unmöglich, ich kaufe definitiv keine Karte für die LGS!“

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