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Spendenaktion auf dem Markt: Weihnachten an andere denken

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2016 | 00:37 Uhr

Tanja Müller engagiert sich seit gut zwei Jahren in der Flüchtlingshilfe und hatte die nun für Heiligabend angesetzte Spendenaktion eigentlich auch schon im vergangenen Jahr geplant. Doch dann verstarb kurz vor Weihnachten plötzlich Khaled Hafiz, ein Bewohner des Lindenbruchredders, und die Aktion wurde abgeblasen, weil es wichtigeres zu tun gab (wir berichteten).

Noch immer leben im Lindenbruchredder rund 40 Flüchtlinge und drei deutsche Bewohner – „wir möchten alle einladen und zu Weihnachten beschenken, denn dort ist es einfach trostlos, auch wenn die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten schon viel saniert hat“, sagt Tanja Müller. Deshalb steht sie mit einem Stand am Sonnabend (24. Dezember) von 9 bis 13 Uhr auf dem Wochenmarkt und hat weihnachtlich verpackte Bananenkartons dabei. „Es wäre toll, wenn die Menschen Lebensmittel spenden würden, die für uns mit Weihnachten zu tun haben. Angefangen von Mandarinen oder Orangen über Nüsse, Lebkuchen vielleicht auch Feigen und Datteln. Da sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Müller. Aus vielen Gesprächen mit ihren Schützlingen vom Lindenbruchredder weiß sie, dass ihr Geld für die Früchte, die sie aus ihren Heimatländern kennen, oft nicht ausreicht, um sie sich in Deutschland zu leisten. „Ein Kilo Mandarinen kostet in Syrien 30 Cent, auch Granatäpfel sind für sie dort fast alltäglich, hier aber total teuer für ihre finanziellen Möglichkeiten“, sagt Müller.

Gemeinsam mit ihren syrischen Patenkindern und Freunden will Müller dann am ersten Weihnachtsfeiertag mit den Lindenredderbruch-Bewohnern feiern und Geschenke verteilen. Müller: „Wir wollen dabei auch Fragen über das christliche Fest beantworten, die gibt es nämlich zahlreich, und es uns zusammen gemütlich machen, denn alle dort vermissen ihre Familie.“

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