Spende: Spielzeug mit Lerneffekt

Begeisterung bei der Spielzeugübergabe: Zusammen mit den Müttern, Kindern und Ehrenamtlichen probierten (von links) Tanja Rönck, Margret Hamann, Silke Schicke, Verena Grimm und Kerstin Ahrens die Gaben gleich aus.
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Begeisterung bei der Spielzeugübergabe: Zusammen mit den Müttern, Kindern und Ehrenamtlichen probierten (von links) Tanja Rönck, Margret Hamann, Silke Schicke, Verena Grimm und Kerstin Ahrens die Gaben gleich aus.

Eine Spende der Hilfsaktion „Malente macht bunt“ soll dazu beitragen, dass Mütter aus Syrien und Albanien besser Deutsch lernen

shz.de von
10. März 2017, 20:44 Uhr

Während ihre Kinder spielen, lernen Mütter aus Syrien und Albanien Deutsch. Damit das funktioniert, haben Verena Grimm und Kerstin Ahrens Spielzeug gespendet. Finanziert haben die Malenterinnen dieses aus Mitteln, die sie im Oktober 2015 mit ihrem Benefizfest „Malente macht bunt – für Mitmenschlichkeit und gegen Fremdenfeindlichkeit“ im Malenter Kurpark eingenommen hatten.

Geflüchtete Frauen, die sich um ihre kleinen Kinder kümmerten, blieben beim Thema Sprachkompetenz häufig mangels Kindergarten- und Hortplätzen auf der Strecke und erlernten Deutsch verspätet, wissen Verena Grimm und Kerstin Ahrens. Als sie von der Integrationsbeauftragten der Gemeinde, Silke Schicke, von einem geplanten Sprachkursus mit Kinderbeaufsichtigung und fehlendem Spielzeug erfuhren, entschieden sie zu spenden. „Es ist schön, dass ‚Malente macht bunt‘ diese Spende ermöglicht hat“, sagte Bürgermeisterin Tanja Rönck, die selbst als Helferin an dem Fest teilgenommen hatte.

„Es ist eine riesige Freude, dass die Kinder jetzt Kurzweil haben“, sagt Karin Dogan, die den Nachwuchs während des Unterrichts der Mütter mit Anja Brocke beaufsichtigt. Denn die Bauklötze ihrer mittlerweile erwachsenen Kinder, die sie für die Betreuung der Kinder mitgebracht hätten, reichten für die Spiellust der Kleinen nicht aus.

Aus Sicht von Margret Hamann, Leiterin des Alphabetisierungskurses der Volkshochschule Eutin, ist die Spende hilfreich, weil die Kinder sich in das Spielen vertiefen und die Mütter entspannt lernen könnten. „Es ist eine ganz tolle Gruppe, mit der die Arbeit viel Freude macht“, sagt Hamann.

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