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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 02:49 Uhr

Spektakel in der Fissauer Bucht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Firmen- und Teamregatta des Germania Rudervereins Eutin und des Ostholsteiner Anzeigers war ein Publikumsmagnet

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Der Germania Ruderverein Eutin (GRVE) hat auch 2013 sein eigenes Sommermärchen geschrieben – und mehr als 128 Hobby-Ruderer zeigten in 32 Wander-Vierern, dass ihnen die Ruderpaten das Ruder-ABC verständlich vermittelt hatten. Dabei genossen die späteren Sieger im Boot der Firma Thies Hahn den sportlichen Wettstreit genauso wie die Crew der Anwaltskanzlei „Westphal und Partner“, die bei ihrer Premiere im Hoffnungslauf knapp ausschied.

Der Aufwand, den der GRVE betreibt ist immens – und lohnt sich. Mehr als 500 Zuschauer verfolgten auf dem Vereinsgelände das spannende Geschehen in der Fissauer Bucht. Der Ruderverein war in aller Munde, konnte bei strahlendem Sonnenschein Werbung in eigener Sache betreiben.

Auf dem Wasser gaben die Sportlerinnen und Sportler ihr Bestes: Das Urteil des Zielgerichts war eben aus dem Leitungsboot über das Megafon verkündet worden, da rissen vier „Knusperschnecken“ nach dem ersten Finale jubelnd die Arme hoch. „Letztes Jahr waren wir auch schon gut“, sagte Andrea Möller-Köpp, die sich zusammen mit Anna Engler, Martina Schirrmann und Milena Herbst in die Skulls legte. 2012 schieden sie gegen männliche Konkurrenten aus, in diesem Jahr verdienten sie sich den erstmals vergebenen Pokal des schnellsten Frauenbootes.

Steuermann und Ruderpate Christian Blank bescheinigte dem Team nicht nur ein hohes Tempo, sondern auch stilistisch eine ausgezeichnete Regatta. „Der Hammer war das Finale“, schwärmte der erfahrene Ruderer, der die „Knusperschnecken“ auch als technisch bestes Boot sah. Auf den Plätzen landeten die „Paragraphenreiter“ des Amtsgerichts, die „Blue Ladies“ der Polizeistation Eutin und die „Rathaus-Haie“, der Stadtverwaltung.

Mit kraftvollen, gleichmäßigen Schlägen skullte das Team „Thies Hahn“ über die Ziellinie. Am Start-Ziel-Sieg des Vierers, den Melanie Hahn steuerte, gab es in diesem Jahr nichts zu deuteln. Spannend wurde es im Endlauf erst beim Kampf um die Plätze. Hier bewies – wie schon im vergangenen Jahr – die „Skull Crew“ der Firmen „autovermietung-belter.de“, „autocheck-eutin“ und „bb-comtec.de“ ihr taktisches Geschick und verwies die Turnerschaft Riemann auf den dritten Platz. Vierter von sechs Final-Teilnehmern wurde das Team der Voß-Schule.

Melanie Hahn mochte es kaum glauben. Das Siegerboot war in 1:52 Minuten über die Sprintstrecke in der Fissauer Bucht gejagt. Das war deutlich über der bisherigen Trainingsbestzeit. „Jungs, seid stolz auf Euch! Das habt Ihr toll gemacht!“, gab sie ihrer Mannschaft, darunter Ehemann Thies Hahn, auf den Weg, ehe sie zur obligatorischen Siegertaufe vom Bootssteg aus in die angenehm warmen Fluten eintauchte. Außer dem Firmenchef saßen Sascha Graumann, Hinrich Kasch und Gorg Khames im Siegerboot.

Bei der Siegerehrung gab es lauter Gewinner. Lübecker Marzipan sorgte für erste Hilfe gegen den Mineralverlust. Und bei der Überreichung der Teilnehmerurkunden ernteten alle Teams, vor allem aber die Ruderpaten und die vielen Helfer vor und hinter den Kulissen anhaltenden und ehrlichen Applaus.

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