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SPD stellt Zukunft der Wehren auf Prüfstand

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Es wird nicht gehen, die Zukunft des Brandschutzes in der Gemeinde Malente mit gleichen Strukturen und der Zahl an Ortswehren sicherzustellen“, sagte Jürgen Redepenning, Chef der SPD-Fraktion in der Malenter Gemeindevertretung am Sonnabend bei der SPD-Jahrestagung. Zusammen mit der Feuerwehr sollten Lösungen gefunden werden, denn es gebe immer weniger Feuerwehrleute.

Die Schmerzgrenze einer Ortswehr liege bei einer Löschgruppe von 18 Einsatzkräften. Redepenning: „Zurzeit gibt es keine Wehr, die darunter fällt – aber es kann sehr schnell gehen.“

Positiv und erfreut vermeldete Redepenning: „Es macht wieder zunehmend Spaß in der Gemeindevertretung zu arbeiten.“ Das Klima habe sich verbessert. Und das sei die Basis für vernünftige Gespräche. Die Vergangenheit sei lähmend gewesen. Die verschwundene Vertrauensbasis sei wieder vorhanden.

Redepenning sprach sich dafür aus, den Malenter Tourismus auch weiterhin regional über die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz und überregional über die „Glücksburger Conzepte“ zu vermarkten. Aber die Gemeinde müsste auch von den hohen Kosten von 600  000 Euro für den Tourismus herunter kommen. Das sei eine freiwillige Leistung der Gemeinde. „Und bei Zuschüssen an unsere Vereine und Verbände tun wir uns so schwer,“ sagte Jürgen Redepenning. Vorsitzender Andreas Hillesheim fügte hinzu: „Die am Tourismus Beteiligten müssen auch finanziell stärker an den Kosten für den Tourismus beteiligt werden.“ Die Zukunft werde zeigen, ob sich Malente eine Doppelvermarktung leisten kann.

Jürgen Redepening stellte fest, dass „die Gemeinde Malente für den Kiesabbau vorgesehen ist“. Das müsse jeder wissen, wenn er in die Gemeinde Malente mit den drei betroffenen Ortschaften Kreuzfeld, Sieversdorf und Malkwitz ziehe. Redepenning: „Man kann auch mit dem Kiesabbau leben.“ Die Anlagen seien erheblich leiser geworden. Und es gebe noch viele neue Flächen auf Gemeindegebiet für den Kiesabbau. „Es sollten lieber bestehende Flächen ausgebeutet und Renaturiert werden, bevor neue Fläche aufgerissen werden“, sagte Redepenning. Und das solle vernünftig und ordentlich besprochen werden.

Dem Malenter SPD-Ortsverein gehörten zum Jahreswechsel 46 Mitglieder zwischen 27 und 92 Jahren an, rechnete Andreas Hillesheim vor. 17 von ihnen, darunter auch der Ehrenvorsitzende Burkhard Thiel, waren zur Jahresversammlung gekommen. Als neue Schriftführerin wurde die 71-jährige Renat Koht in Abwesenheit einstimmig gewählt. Kirsten und Thomas Dost wurden als neue Genossen in den SPD-Ortsverein Malente aufgenommen.

Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Burkhard Klinke freute sich über die Nominierung Jörg Meyers zum Malenter SPD-Spitzenkandidaten für das Bürgermeisteramt. Meyer komme von außen und bringe „frischen Wind“ in die Gemeinde. Jetzt suchen die Genossen noch nach passenden Aussagen für den anstehenden Wahlkampf.

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erstellt am 13.Feb.2016 | 17:31 Uhr

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