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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 10:06 Uhr

SPD startet Dialog mit der Kultur

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Heftige Kritik aus der CDU-Kreistagsfraktion

von
erstellt am 02.Apr.2015 | 10:56 Uhr

„Fraktion im Gespräch“ nennt die SPD-Fraktion ihre Sitzungen, die mehrmals im Jahr bei Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Organisationen stattfinden. Dort informiert sich die SPD vor Ort über die Arbeit und die Probleme und stellt persönliche Kontakte her.

Die jüngste Fraktionssitzung fand aus aktuellem Anlass im Künstlermuseum Heikendorf statt. Die SPD sah sich die Erweiterung an, für die der Kreistag 5000 Euro bewilligt hatte. Zum anderen sei eines der Ziele der Kreis SPD, das Angebot der ehrenamtlichen Kulturarbeit im Kreis zu fördern. Fraktionschef Lutz Schlünsen: „Kultur fördert die regionale Identifikation und ist zugleich ein Bestandteil von Bildung und Erziehung.“

Deshalb sei 2014 zusammen mit Bündnisgrünen und der FWG ein Antrag im Kreistag eingebracht worden, als Auftaktveranstaltung der künftigen Kulturförderung eine Kulturkonferenz mit Vertretern der Kulturszene im Kreis und der verschiedenen kulturellen Einrichtungen und Organisationen anzubieten.

Wie Horst Thielscher aus Plön, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, berichtete, wird die Kulturkonferenz im Juni im Gymnasium Schloss Plön stattfinden. In vier Arbeitsgruppen aus den Bereichen Bildende Kunst, Bildung, Musik und Darstellendes Spiel soll das bestehende kulturelle Angebot im Kreis Plön erfasst und langfristige Perspektiven für die kulturelle Weiterentwicklung und Zusammenarbeit entwickelt werden. Geleitet werden die Arbeitsgruppen von Personen aus der Kulturszene. Zur Auftaktveranstaltung werden rund 200 Personen erwartet. „ Wir erwarten mit Spannung und Interesse die Ergebnisse dieser Konferenz und wollen Ideen und Vorschläge auch nachhaltig fördern“, so Horst Thielscher.

Die CDU sieht das anders: „Es ist sehr bedauerlich, dass die SPD versucht, die Kulturkonferenz des Kreises parteilich zu instrumentalisieren“, sagte CDU-Pressesprecher Tade Peetz. Dass diese von allen Fraktionen im Kreistag unterstützte Initiative von der SPD mit Termin und Ablauf bekannt gemacht werde, lasse auf die SPD-Absichten schließen: so zu tun, als sei Kultur „ihr“ Thema.

Peetz erinnert daran, dass der Gedanke einer solchen Konferenz bislang eine breite Akzeptanz im Kreis gehabt habe. Zu hoffen sei allerdings, dass die Kosten nicht den von der Kreisverwaltung vorgeschlagenen und der Kooperation im Kreistag gesetzten Rahmen von bis zu 4500 Euro erreichen. Peetz: „Eine Kulturkonferenz als Abendtermin sollte sich kostengünstiger organisieren lassen. 4500 Euro – manche Initiative wäre froh, wenn sie im ganzen Jahr eine solche Förderung bekäme.“



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