Süsel : SPD ficht Wahl des Bürgermeisters an

Der Süseler SPD-Fraktionsvorsitzender Dudy findet das Verhalten von CDU und Freien Wählern nicht akzeptabel.

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24. Juni 2013, 11:32 Uhr

Süsel | Wenige Tage nach der Wahl von Holger Reinholdt (FWS) zum neuen Süseler Bürgermeister will die SPD Einspruch gegen die Wahl einlegen. Am Donnerstag hatte sich Reinholdt mit den zehn Stimmen von FWS und CDU gegen den SPD-Kandidaten Dirk Maas (neun Stimmen) durchgesetzt.

Möglich war der Sieg Reinholdts geworden, weil CDU und Freie Wähler die Abstimmung bis zur Ankunft von Dieter Illing (FWS) hinausgezögert hatten. Doch nicht nur diese Verzögerung kritisiert SPD-Fraktionsvorsitzender Albrecht Dudy. Auch das Verhalten des Sitzungsleiters Wolfgang Schümann (FWS) missfällt ihm. "Im Rahmen seiner Amtstätigkeit hat sich der Vorsitzende objektiv zu verhalten und den Sitzungsablauf unparteiisch zu leiten", so Dudy. Schümann aber habe den Tagesordnungspunkt "Bürgermeisterwahl" mutwillig verzögert. "Wir wollen mit unserem Widerspruch deutlich machen, dass so ein Politikverhalten nicht akzeptabel ist", begründet Dudy seinen Widerspruch an die Gemeinde Süsel. Er fordere, dass der Tagesordnungspunkt neu beraten und die Wahl wiederholt werde.

CDU und Freie Wähler sehen dieser Forderung völlig gelassen entgegen. "Dieser Widerspruch hat keinerlei rechtliche Grundlage", sagt der Süseler CDU-Vorsitzende Michael Woyna. Dass die Wahl Reinholdts rechtmäßig gewesen sei, sei schon daran erkennbar, das Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz die Wahl abgezeichnet habe. "Wir haben uns nichts vorzuwerfen", betont Woyna, der in der Attacke lediglich das Gebaren eines schlechten Verlierers sieht.

Auch der neue Bürgermeister Holger Reinholdt macht sich keine Sorgen um sein Amt. "Die Mehrheitsverhältnisse sind ja da", sagt er. Und so werde auch eine zweite Abstimmung nichts am Ergebnis ändern. Außerdem: "Der Wählerwille ist durch die Mandate zum Ausdruck gekommen."

Mehr noch: "Die CDU hatte der SPD vorgeschlagen, die Sitzung zu verlegen." Das sei jedoch von den Sozialdemokraten abgelehnt worden. Dudy aber sieht das anders: Sowohl die Freien Wähler als auch die CDU habe der SPD einen ehrlichen und offenen Umgang versprochen, um die schwierigen Probleme in der Gemeinde Süsel gemeinsam zu lösen. "Ich stelle fest: Nicht nur unsere politischen Vorstellungen, auch unsere Vorstellungen über einen ehrlichen, offenen Umgang sind unterschiedlich."

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