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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 16:42 Uhr

SPD: Bounty soll im Seepark ankern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hans-Georg Westphal kündigt bei Mitgliederverammlung an: Der Ministerpräsident soll bei Standortswahl des Spielschiffes helfen

von
erstellt am 01.Apr.2017 | 17:23 Uhr

Vier Ereignisse hat der Ortsverein Eutin der SPD im Blick: Landtags- und Bundestagswahl in diesem Jahr, die Kommunalwahl am 6. Mai 2018 und das 150-jährige Bestehen des Ortsvereines in Jahr 2019. Daneben waren die Zukunft des Spielschiffes Bounty und des Hauses des Gastes Themen in der jährlichen Versammlung, zu der am Sonnabend 28 Mitglieder ins Behrens-Busterminal gekommen waren.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Wahl eines neuen Vorstandes, die kaum personelle Änderungen brachte. Im geschäftsführenden Vorstand wurden Vorsitzender Uwe Tewes, seine Stellvertreterin Katja Behrends sowie Kassierer Reinhard Lettow und Schriftführerin Ute Blanck bestätigt. Als weiterer, neuer Stellvertreter des Vorsitzenden wurde Oliver Schmidt-Gutzat gewählt. Er war bislang Beisitzer und ist Nachfolger von Kerstin Bruhn, die im Kreisvorstand das Amt der Kassenwartin übernommen hat.

Im siebenköpfigen Beirat wurden Günter Alles, Klaus Kibbel, Detlef Kloth, Jörg Rödiger und Hans-Georg Westphal bestätigt. Neu wurden Hans-Joachim Detlefs und Udo Klussmann gewählt.

Vom bundesweiten Mitgliederzuwachs, der mit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten ausgelöst wurde, profitierte auch die Eutiner SPD: Durch vier Eintritte habe der Ortsverband aktuell 107 Mitglieder, berichtete Uwe Tewes. Ein seit 2005 anhaltender Trend sinkender Mitgliederzahlen von seinerzeit 136 sei erstmals gestoppt worden. Eutin habe nach Fehmarn den zweitstärksten SPD-Ortsverein in Ostholstein. Im Kreisverband seien 40 neue Mitglieder, landesweit 600 registriert worden, ergänzte der stellvertretende Kreisvorsitzende Burkhard Klinke.

In seinem Bericht aus der Stadtvertretung kündigte der Vorsitzende der Fraktion, Hans-Georg Westphal, eine neue Entscheidung über den Verbleib des Spielschiffes Bounty in Eutin an. Die Verwaltung habe mittlerweile eingeräumt, dass sie in der Verwaltungsvorlage für den Hauptausschuss den falschen Eindruck vermittelt habe, die Wohnungsbaugenossenschaft (Wobau) wolle von der Stadt 27  000 Euro für das Spielschiff haben. Die SPD-Fraktion sei dafür, dass die Stadt das Schiff als Geschenk entgegennehme, und sie werde auch versuchen, einen Standort im Seepark zu ermöglichen, ohne die Stadt in die Gefahr zu bringen, dass sie Zuschüsse zurückzahlen müsse. Dabei setze die Fraktion auf die Initiative der Landtagsabgeordneten Regina Poersch und das Wohlwollen des Ministerpräsidenten.

Klärungsbedarf sah Alfred Welack bei der Position der Sozialdemokraten zum Haus des Gastes. Für die Fraktion machte Westphal klar, dass sie keine generelle Garantie für den Erhalt des Hauses gegeben habe, sondern nur gegen einen „Abriss auf Vorrat“, aber auch gegen eine aufwändige Sanierung gestimmt habe. Der von der Gesellschaft „Die Ostholsteiner“ (früher Behindertenhilfe) vorgeschlagene Bau eines Integrationshotels findet die Zustimmung der Fraktion, betonte Westphal, zumal damit alle Forderungen der Bürgerinitiative erfüllt würden: Eine öffentlich zugängliche Gastronomie und die Garantie, dass aus dem mit öffentlichen Zuschüssen geförderten Hotel nicht in kurzer Zeit Eigentumswohnungen werden. Aber zunächst müsse der Bürgerentscheid am 7. Mai abgewartet werden.

In der Diskussion um den Bau einer Turnhalle am Bahnhof begrüßte Westphal die Idee, über einen kompletten Neubau der Wilhelm-Wisser-Schule samt Turnhalle an einem neuen Standort nachzudenken. Im Nachhinein seien die Investitionen in die Sanierung der Albert-Mahlstedt-Schule bedauerlich, das Geld hätte man jetzt besser investieren können.

Ein in der Öffentlichkeit kaum beachteter, sozialpolitischer Erfolg sei der einstimmige Beschluss im Hauptausschuss, dass die Stadt die Reinigungsleistungen für ihre Gebäude nur noch drei Jahre an Firmen vergeben solle. Danach werde die Stadt wieder selbst Reinigungskräfte einstellen. Unterm Strich werde das nicht teurer.

Den Haushaltsplan 2017 habe die SPD-Fraktion aus Verärgerung über die Art, wie der Bürgermeister mit den Sozialdemokraten umgegangen sei, abgelehnt: Da sei der Versuch unternommen worden, zu tricksen. Westphal: „Sollte der Bürgermeister seine Spielchen fortsetzen, werden wir bei unserer Linie bleiben.“

Für 45 Jahre Parteimitgliedschaft wurde Robert Bahr geehrt, für 35 Jahre Eilert Fass. Für 15 Jahre erhielt Vorsitzender Uwe Tewes eine Urkunde, für zehn Jahre seine Stellvertreterin Katja Behrends. Wahlen von Delegierten für Kreisparteiausschuss, Kreisparteitag und Wahlkreiskonferenz und die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft zur Vorbereitung der Veranstaltungen zum 150-jährigen Bestehen des Ortsvereines rundeten die Tagesordnung ab.

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