Hansapark Sierksdorf : Spaß und Grusel: "Schlange von Midgard"

Letzte Handgriffe: Das 200 Meter lange Schienengeschlängel ist   montiert.  Fotos: Doa
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Letzte Handgriffe: Das 200 Meter lange Schienengeschlängel ist montiert. Fotos: Doa

Die sechste Achterbahn im Hansa-Park nimmt zügig Gestalt an: Bis zum 15. April soll die neue Attraktion für die ganze Familie fahrbereit sein

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28. März 2011, 11:04 Uhr

Sierksdorf | Sie nimmt Form an, und das rasant: Im Hansa-Park Sierksdorf sägen, hämmern und schweißen die Handwerker fleißig an der "Schlange von Midgard".

Diese neue Achterbahn für die ganze Familie ist die neue Millionen-Investion von Hansa-Park-Chef Christoph Andreas Leicht - und soll am 15. April fertig sein, wenn der Hansa-Park pünktlich zum Beginn der Osterferien eröffnet.

Viel Fahrspaß, ein bisschen Grusel und ein sagenhaftes Abenteuer: "Die Schlange von Midgard" wird ihre Fahrgäste in die Sagenwelt der Wikinger entführen und Teil einer spannenden Geschichte werden lassen.

Der Wikingerjunge Einar und seine Schwester Elin schleichen sich in den Schuppen des Geschichtenerzählers Bragi Boddason. Dort entdecken sie ein sagenumwobenes Drachenschiff. Als sie Stimmen hören, verstecken sie in einer Seekiste auf dem magischen Schiff. Und das beginnt sich plötzlich zu bewegen - und nimmt die Fahrgäste mit auf eine Reise an das Ende der Welt und zur Schlange von Midgard.

Die neue Achterbahn wird über ein 200 Meter langes Schienengeschlängel sausen. Die "Schlange von Midgard" setzt nicht auf schwindelerregende Höhen - die maximale Fahrhöhe beträgt zehn Meter - sondern eher auf ein wohliges Kribbeln in der Magengegend.

Und auf Spezialeffekte: Riesen, Trolle und andere fantastische elektronisch animierte Figuren wird es ebenso geben wie Nebelwände, eine Fahrt in einem überdachten Aufzug und Abschnitte, in denen es dunkel ist. Dafür haben die Handwerker unter anderem ein Durchfahrtsgebäude gezimmert, das zehn Tonnen auf die Waage bringt. Ein Kran hat diesen Koloss über die Schienen befördert und passgenau eingesetzt.

Der Wintereinbruch im Spätherbst, anhaltender Frost, Wind und Wetter hätten den Bau zwar verzögert, doch die Handwerker hätten gut gearbeitet und so einen großen Teil des Zeitverlusts wieder wett gemacht, sagt Hansa-Park-Sprecherin Annika Seecker.

Und die Handwerker werden weiter auf Hochtouren daran arbeiten, die "Schlange von Midgard" betriebsbereit zu machen. Noch ist der See trocken, über dem sich die Achterbahn erheben wird. Auch die fantastischen Dekorationen und der Zug mit "einzigartigem Design" sind auf der Baustelle noch nicht zu sehen.

"Die Bahn wird fahren, wenn der Hansa-Park am 15. April eröffnet", ist sich Prokurist und Bauleiter Ralf Schröder sicher. "Wir hoffen allerdings in jedem Fall auf das Verständnis der Besucher, wenn die eine oder andere Thematisierung noch nicht ganz vervollständigt sein wird", fügt Hansa-Park-Sprecherin Annika Seecker hinzu.

Die Schlange von Midgard sei eine Spezialanfertigung von der Firma Gerstlauer, die auch schon den "Fluch von Novgorod" gebaut hat. Auf die Frage, woher die Ideen für neue Attraktionen stammen, kommt die Antwort schnell: Der Hansa-Park-Chef Christoph Andreas Leicht habe unglaublich viele Pläne in der Schublade. "Wenn er dann seine Schublade aufmacht, dann geht es von der Idee bis zur Umsetzung ganz schnell. Und bei der ersten Fahrt lässt es sich Herr Leicht nie nehmen, dabei zu sein", verrät Annika Seecker schmunzelnd.
Technische Daten des neuen Rollercoasters

Mit der "Schlange von Midgard" entsteht die sechste Achterbahn im Hansa-Park Sierksdorf und wird folgende technische Daten aufweisen: Die maximale Höhe beträgt zehn Meter, die Spitzengeschwindigkeit reicht bis zu 45 Kilometer pro Stunde. Eine Runde mit Dunkelstrecken dauert etwa eine Minute und 20 Sekunden. Die maximale Querneigung beträgt 60 Grad, die maximale Steigung liegt bei 40 Grad. Zwölf Personen können gleichzeitig mit dem Zug mitfahren, es gibt kein Mindestalter, allerding müssen Fahrgäste mindestens einen Meter groß sein. Der Zug verfügt über Einzelbügel mit elektronischer Bügelstellungsüberwachung, sandgefüllte Schienen sollen für eine Geräuschminderung der Anlage sorgen.

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